Urteil : Polizist wegen Kinderpornos verurteilt

Der 57-jährige Kriminaloberkommissar machte Sexfotos von einem Elfjährigen. Am Donnerstag wurde er zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt.

Kerstin Gehrke

Von einem elfjährigen Jungen machte der pädophile Kriminaloberkommissar Sexfotos. Zehn Monate später flog der 57-jährige Klaus E. nach Thailand und kehrte mit Kinderpornografie im Gepäck zurück – obwohl er wusste, dass gegen ihn wegen ähnlicher Vorwürfe bereits ermittelt wurde. Das Amtsgericht Tiergarten verurteilte den vom Dienst suspendierten Beamten gestern zu zwei Jahren Haft auf Bewährung. Der Polizist muss sich zudem einer mindestens zwei Jahre dauernden Sexualtherapie unterziehen.

Der Beamte hatte über seinen Anwalt ein pauschales Geständnis abgelegt. „Wir können Sie so nicht weitermachen lassen“, sagte der Richter und sprach die Frage einer Therapie an. „Ich bin bereit, alles zu machen, was mir hilft“, sagte der Polizist. Allerdings hat er sich damit bislang Zeit gelassen, denn ins Visier seiner Kollegen ist er vor fast zwei Jahren geraten. Internet-Fahnder der Polizei in Baden-Württemberg waren auf ihn gestoßen. Er soll rund 600 Mal auf Seiten mit Kinderpornografie zugegriffen haben. Als Beamte seine Wohnung durchsuchten, fanden sie massenhaft Beweise.

Im Februar dieses Jahres wurde E. erstmals wegen Besitzes von Kinderpornos verurteilt. Damals kam er mit einer Geldstrafe in Höhe von 7200 Euro davon. Kinder würden in Thailand durch Leute wie ihn zur Ware für Sextouristen, hielt ihm der Richter nun vor. Sollte das Urteil rechtskräftig werden, muss er mit seiner Entlassung rechnen.

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