Urteil : Serien-Brandstifter muss in Psychiatrie

"Es war wie ein Kick": Ein 30-Jähriger steckte Autos, Müllcontainer und Miettoiletten in Brand. Das Landgericht hält ihn für schuldunfähig.

BerlinNach einer Serie von Brandstiftungen hat das Landgericht Berlin am Dienstag einen 30-jährigen Mann in einer Psychiatrie untergebracht. Der an Schizophrenie erkrankte Täter sei ohne Behandlung für die Allgemeinheit gefährlich, hieß es zur Begründung. Der aus Dessau stammende Mann hatte zwischen Juli 2006 und August 2008 an 13 Orten in Berlin Feuer gelegt und dabei zum Teil Sachschäden verursacht. Menschen kamen nicht zu Schaden.

Der Beschuldigte hatte Autos, Müllcontainer, Miettoiletten und einen Minikettenbagger in Brand gesteckt sowie in einem Reisebus und in einer Werkhalle Feuer gelegt. Das Gericht war überzeugt, dass der Mann krankheitsbedingt schuldunfähig ist und daher nicht bestraft werden kann.

"Das Feuer hat mich gereizt. Es war, wie ein Kick, wenn es brannte", sagte der 30-Jährige im Prozess. Eigenen Angaben nach hatte er manchmal die Feuerwehr alarmiert und aus einem Versteck die Löscharbeiten beobachtet. Er habe damit "Aufmerksamkeit erregen wollen", bis er damit "moralisch nicht mehr klar kam", sagte er. Der Mann hatte sich selbst der Polizei gestellt. (ho/ddp)

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