Vandalismus-Jahresbilanz : Millionenschäden bei BVG und S-Bahn

Durch Vandalismus sind im Berliner Nahverkehr im vergangenen Jahr Schäden in Höhe von 13,1 Millionen Euro entstanden. Während die BVG einen leichten Rückgang meldete, ging die Summe bei der S-Bahn in die Höhe.

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Ein Jahr zuvor waren es 13,5 Millionen Euro. Während die BVG einen leichten Rückgang meldete, ging die Summe bei der S-Bahn in die Höhe. Auch die Zahl der verurteilten ertappten Täter ist zurückgegangen - von 166 auf 145.

Bei der BVG gibt es die meisten Schäden durch Graffiti und Zerstörungen bei der U-Bahn. Hier musste der Verkehrsbetrieb 5,1 Millionen Euro (Vorjahr 6,1 Millionen Euro) aufbringen, um sie zu beseitigen. Bei der Straßenbahn lag die Schadensumme bei 1,3 Millionen Euro (2008: 1,5 Millionen Euro), beim Bus betrug sie 1,01 Millionen Euro (2008: 1,06 Millionen Euro). Die S-Bahn beziffert ihre Schäden mit 5,6 Millionen Euro; ein Jahr zuvor waren es 4,9 Millionen Euro.

Während in fast allen Bussen inzwischen Kameras eingebaut sind, werden in der U-Bahn nur etwa ein Drittel der Fahrzeuge videoüberwacht, bei der Straßenbahn ist es knapp die Hälfte. Die S-Bahn verzichtet derzeit noch auf einen Einbau. Man habe im Moment andere Probleme, teilte das Unternehmen mit.

Kameras laufen auch in allen 173 U-Bahnhöfen. Die Station Kottbusser Tor soll seit Jahren zu einem „Video-Musterbahnhof“ umgebaut werden; ein Testbetrieb werde jetzt voraussichtlich Mitte November möglich sein, teilte die BVG mit.

Deutlich gestiegen ist bei der S-Bahn auch die Zahl der Attacken auf Mitarbeiter. 2008 wurden 35 gemeldet, ein Jahr später waren es 52. So viele Übergriffe gab es zuletzt 2006. Vor allem nach den häufigen Zugausfällen häuften sich die Angriffe auf Mitarbeiter, für die inzwischen ein besonderes Schutzprogramm erarbeitet worden ist.

Bei der BVG ist dagegen die Zahl der Übergriffe auf Beschäftigte leicht gesunken - von 673 im Jahr 2008 auf 635 im Vorjahr, wobei aber die schweren Attacken von 135 auf 139 gestiegen sind. Die meisten der schweren Übergriffe gab es in Mitte (29), gefolgt von Friedrichshain-Kreuzberg (20) und Neukölln (19); die wenigsten erfolgten mit drei gemeldeten Taten in Treptow-Köpenick und mit vier in Marzahn-Hellersdorf.

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