Verdacht auf Betrug bei Asylanträgen : Botschaft soll gegen "Extragebühr" syrische Pässe ausgestellt haben

Gegen einen Aufpreis soll die syrische Botschaft in Berlin Pässe ausgestellt haben, ohne zu prüfen, ob die Empfänger tatsächlich Syrer sind. Die Staatsanwaltschaft wollte sich nicht äußern.

Flüchtlinge aus Syrien haben eine hohe Chance in Deutschland Asyl zu bekommen.
Flüchtlinge aus Syrien haben eine hohe Chance in Deutschland Asyl zu bekommen.Foto: dpa

Die Botschaft Syriens in Berlin-Tiergarten soll laut einem Bericht der "Berliner Zeitung" gegen eine "Extragebühr" syrische Pässe ausgestellt haben, ohne die Identität der Empfänger zu überprüfen. Ein syrischer Pass sichert zumeist die Anerkennung als Kriegsflüchtling. Menschen aus anderen Ländern könnten sich damit Asyl erschleichen.

Die Bundespolizei und das Bundesinnenministerium sollen Hinweise über diese Vorgänge von Ausländerbehörden in Nordrhein-Westfalen erhalten haben. Die Berliner Staatsanwaltschaft habe ein Verfahren eingeleitet. Deren Pressesprecher der wollte sich gegenüber dem Tagesspiegel dazu allerdings nicht äußern. (Tsp)

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