Verfolgungsfahrt in Treptow : Betrunkener Autofahrer ruft "Sieg Heil" - Zeuge stellt ihn

Ein Zeuge beobachtet in Treptow, wie zwei Autofahrer sich mit ausgestrecktem Arm begrüßen und mehrmals "Sieg Heil" rufen. Der Zeuge verfolgt einen der Autofahrer, stellt ihn und ruft die Polizei.

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Vielleicht hätte der Zeuge nicht reagiert, wenn es nur einmal gewesen wäre. Aber immer wieder streckten die beiden Autofahrer den Arm aus dem Fenster und grölten "Sieg Heil". Das beobachtete am Dienstagabend gegen 23:35 Uhr ein 35-jähriger Mann auf der Köpenicker Straße in Treptow, wie ein Polizeisprecher am Mittwoch Tagesspiegel Online berichtete. Es sah wohl so aus, als begrüßten sich die beiden Autofahrer gegenseitig. Danach fuhren sie gemeinsam die Köpenicker Straße in Richtung Süden entlang. Der Zeuge verfolgte erst beide, dann, als sich die Wege der Autos trennten, nur noch einen, und zwar bis in die Peenestraße. Dort versuchte der Mann einzuparken, was ihm aber misslang. Der Zeuge hatte inzwischen die Polizei verständigt und hielt den offenbar betrunkenen Mann so lange in Schach, bis zwei Funkwagen eintrafen.

Bei dem 25-jährigen Mann wurden 1,56 Promille festgestellt. Er beleidigte die Polizeibeamten und wurde im Streifenwagen abtransportiert, wo er sofort einschlief und "den ganzen Wagen vollpinkelte", wie der Sprecher sagte.

Auf ihn warten nun zwei Verfahren, wegen Trunkenheit am Steuer und wegen des Verwendens verfassungsfeindlicher Kennzeichen. Den Führerschein musste er sofort abgeben.

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