Verkehr : Polizist fuhr betrunken mit dem Rad

Ein betrunkener Polizist ist in der Nacht zu Sonnabend seinen Kollegen aufgefallen. Der 38-Jährige hatte in Tempelhof an der Kreuzung Boelckestraße Ecke Werner-Voß-Damm eine rote Ampel ignoriert und war deshalb von einer Streife angehalten worden.

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Dabei wurde „deutlicher Alkoholgeruch in seinem Atem“ festgestellt.  Der Polizist, der nicht im Dienst war und in Zivil radelte, wurde zur Blutentnahme gebracht. Dem Vernehmen nach soll er sogar die 1,6-Promille-Grenze überschritten haben, das ist bei Radfahrern die Grenze der absoluten Fahruntüchtigkeit (bei Autofahrern liegt sie bei 1,1 Promille).

Das Polizeipräsidium hat diesen Vorfall gestern gemeldet, bekanntlich hat Polizeipräsident Dieter Glietsch Anweisung erteilt, sämtliche Sünden seiner Beamten sofort publik zu machen. Vor acht Jahren war das noch anders. Als der damalige Leiter der Polizeipressestelle betrunken auf dem Kurfürstendamm erwischt worden war, hatte das Präsidium geschwiegen. Die Presse bekam dennoch Wind von der 1,8-Promille-Fahrt. Dem Oberrat brachte dies 3900 Mark Geldstrafe und dem damaligen Polizeipräsidenten einigen Ärger ein.

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