Verkehr : Sechs Tote bei Unfällen

Am Wochenende sind in Berlin und Brandenburg sechs Menschen bei Verkehrsunfällen getötet worden. Der schwerste Unfall geschah am Sonntagmorgen auf der Autobahn 13 bei Teupitz.

Drei junge Menschen starben, als gegen 4.30 Uhr ein mit fünf Personen besetzter Ford aus ungeklärter Ursache von der Fahrbahn abkam und ausbrannte. Die 28-jährige Fahrerin war nach Polizeiangaben nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und auf ein kurzes Stück Leitplanke geraten. Dort muss sie regelrecht wie auf einer Rampe abgehoben sein, der Ford überschlug sich mehrfach auf dem Seitenstreifen und wurde dann von einem Zaun zurück auf die Fahrbahn geschleudert. Dort brannte der Wagen vollständig aus, drei Insassen zwischen 19 bis 28 Jahren, darunter die Fahrerin, waren sofort tot, sie verbrannten im Wrack. Zwei 20-Jährige wurden mit schwersten Verletzungen in das Berliner Unfallkrankenhaus in Marzahn geflogen, das auf Brandverletzungen spezialisiert ist. Ihr Zustand ist kritisch, sagte Kliniksprecherin Esther Heyer, beide sind noch nicht außer Lebensgefahr.

Wie ein Polizeisprecher sagte, sei die Autobahn an der Unfallstelle kurz hinter der Abfahrt Teupitz schnurgerade, ein Tempolimit gibt es dort nicht. Ob die Frau eingeschlafen war, wird sich möglicherweise nie klären lassen. Ein Hubschrauber hat die Unfallstelle aus der Luft vermessen, zudem wurde sofort ein Gutachter der Dekra eingeschaltet. Die Autobahn war sechs Stunden gesperrt.

Am Sonnabend waren in Brandenburg zwei Motorradfahrer ums Leben gekommen. Beide verloren in Kurven die Kontrolle über ihre Maschine, vermutlich wegen überhöhten Tempos. Ein 36-Jähriger starb auf einer Landstraße im Kreis Oberspreewald-Lausitz, ein 25-Jähriger im Kreis Ostprignitz-Ruppin.

In Berlin wurde am Samstagabend ein 40-jähriger Fußgänger getötet. Er hatte nach Polizeiangaben gegen 21 Uhr die Kreuzung Müllerstraße Ecke Luxemburger Straße bei roter Fußgängerampel betreten und war schräg über die Fahrbahn gelaufen. Ein 22-jähriger Autofahrer, der die Müllerstraße in Richtung Mitte befuhr, konnte trotz einer Notbremsung einen Zusammenstoß nicht mehr verhindern und erfasste den Fußgänger. Der 40-Jährige war sofort tot. Er ist das 13. Verkehrsopfer in diesem Jahr, überwiegend waren es Fußgänger.  Ha

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