Verkehrsunfall am Berliner Breitscheidplatz : Pkw verschiebt Anti-Terror-Absperrung

Ein mit drei Personen besetztes Auto ist am Berliner Breitscheidplatz gegen eine zur Terrorabwehr aufgestellte Betonbarriere gefahren. Hinweise auf einen Anschlag gibt es nicht.

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Der Mittelklassewagen verschob die Betonbarriere am Breitscheidplatz deutlich.
Der Mittelklassewagen verschob die Betonbarriere am Breitscheidplatz deutlich.Foto: Claudia Cohnen-Beck

Nach Polizeiangaben ging der Notruf um 13.09 Uhr ein. Auf der Südseite des Platzes war ein von der Tauentzienstraße kommender Wagen gegen eine Betonbarriere gefahren. Diese waren nach dem Terroranschlag von Dezember 2016 dort aufgestellt worden. Die drei Insassen blieben unverletzt. Es soll sich um Russen und Moldawier handeln, alle wurden festgenommen. Kurz nach dem Unfall hatte die Polizei von Alkohol als möglicher Ursache gesprochen, dies bestätigte sich nicht. Der Fahrer hatte nach offiziellen Angaben 0,0 Promille. Auf Alkohol hatten die Beamten vor Ort getippt, weil in dem Auto zahlreiche leere Schnaps- und Bierflaschen lagen.

Obwohl die Polizei bereits in ihrem vier Minuten nach dem Notruf im Rahmen des Twittermarathons abgesetzten Tweet bereits von einem Unfall sprach, rasten zahlreiche Funk- und Zivilstreifen zum Breitscheidplatz. Die drei Insassen wurden zur Polizei gebracht, die Unfallstelle wurde abgesperrt. Derzeit ist die Tauentzienstraße zwischen Nürnberger Straße und Rankestraße für die Unfallaufnahme gesperrt. Auf getwitterten Fotos von Augenzeugen ist zu sehen, dass der Mittelklassewagen die Betonbarriere deutlich verschoben hat.

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