Versuchte Vergewaltigung an Tram-Haltestelle : Angeklagter: "Frust gegen Frauen"

Auf dem Rückweg von ihrer Spätschicht wurde eine 43-Jährige an der Tram-Haltestelle plötzlich gegen den Kopf geschlagen und ins Gebüsch gezerrt. Nun steht der mutmaßliche Täter vor Gericht.  

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Unfälle mit Straßenbahnen sind selten, haben aber oft schwerwiegende Folgen. (Symbolbild)
Unfälle mit Straßenbahnen sind selten, haben aber oft schwerwiegende Folgen. (Symbolbild)Foto: dpa

Die Frau kam von der Spätschicht, als ihr an einer Tram-Haltestelle ein Mann folgte. „Plötzlich erhielt ich einen Schubs von hinten und mehrere Schläge gegen den Kopf“, sagte die 43-Jährige acht Monate später vor Gericht. Der Täter habe sie in einem Gebüsch zu Boden gedrückt. „Ich wehrte mich mit Händen und Füßen.“ Sie entkam mit vier blutenden Wunden am Kopf. Die Anklage geht davon aus, dass Peter S. sein Opfer vergewaltigten wollte.

Der 46-Jährige sprach hastig, als er die Attacke gestand: „Ich möchte mich für die schreckliche Tat entschuldigen.“ Er sei angetrunken und in einer schlechten Verfassung gewesen. „Ich war unzufrieden.“ Seit seiner Arbeitslosigkeit vor zwei Jahren sei es immer schlimmer geworden. Zudem habe bei ihm „ein Frust gegen Frauen“ vorgelegen. Warum er im Oktober in Köpenick die ihm fremde Passantin attackiert hatte, könne er aber nicht erklären. „An die Details habe ich keine Erinnerung.“ Weitere Passanten hatten ihn verfolgt und in der Nähe des Tatorts gestellt.

Bei der Polizei hatte S. gesagt: „Ich muss mir immer Mut antrinken, um eine Frau anzusprechen.“ Es soll in den letzten Jahren bereits andere Situationen gegeben haben, in denen er in öffentlichen Verkehrsmitteln Körperkontakt zu Frauen gesucht hatte. Der Prozess gegen den nicht vorbestraften Mann wird am Donnerstag fortgesetzt.

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