Vor Schule in Berlin-Tempelhof : Verdacht auf versuchte Kindesentführung

Offenbar hat es vergangene Woche in Tempelhof den Versuch einer Kindesentführung gegeben. Die Polizei ermittelt. Öffentlich gemacht hat den Vorfall die Pressestelle der Polizei-Gewerkschaft GdP.

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Die Ermittlungen laufen. (Symbolbild)
Die Ermittlungen laufen. (Symbolbild)Foto: dpa

Vor einer Grundschule in Tempelhof hat es am Mittwochnachmittag offenbar den Versuch einer Kindesentführung gegeben. Ein achtjähriger Schüler der Paul-Klee-Grundschule im Bezirk Tempelhof meldete am Donnerstag der Polizei, zwei Männer hätten versucht, ihn am Vortag auf dem Schulweg in ein Auto zu ziehen, wie ein Polizeisprecher bestätigte.

Der Junge konnte entkommen und floh in einen Laden. Nach Tagesspiegel-Informationen soll er einen Migrationshintergrund haben. Der Fall weckt ungute Erinnerungen an das tragische Schicksal des Flüchtlingsjungen Mohamend, der Anfang Oktober entführt worden war.

Am Freitag bekamen die Eltern der benachbarten Alt-Lankwitzer Grundschule einen Rundbrief, in dem sie dazu angehalten wurden, mit ihren Kindern über "das richtige Verhalten in solchen Situationen zu sprechen". Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) veröffentlichte das Schreiben via Twitter. Offenbar hatte auch die Direktorin der Schule den Brief auf Facebook geteilt.

Die Polizei nimmt den Vorfall sehr ernst, wollte sich aber noch nicht an die Öffentlichkeit wenden, bis weitere Erkenntnisse vorliegen. "Wir prüfen die Schilderungen des Kindes, ob sich das wirklich so abgespielt hat", sagte ein Sprecherin auf Anfrage.

Grundsätzlich werden zu Anhörung von Kindern Beamte von einer Spezialdienststelle herangezogen. Der Junge werde im Beisein der Mutter befragt.

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