Vorwurf: Fremdenfeindlichkeit in BVG-Bus : Staatsschutz hat Busfahrer vernommen

Der Staatsschutz hat den Busfahrer, der eine türkischstämmige Mutter und ihr Kinder beleidigt und geschlagen haben soll, vernommen. Zudem werden Videobilder dazu ausgewertet.

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Der 56-jährige Busfahrer der Linie 123, der am Freitag eine türkische Frau und ihre beiden Kinder beleidigt und geschlagen haben soll, ist am Sonntag vom Staatsschutz vernommen worden. "Er hat eine Aussage gemacht", sagte ein Polizeisprecher. Zum Inhalt gab es keine Auskunft. Der Mann arbeitet bei dem BVG-Tochterunternehmen BT (Berlin Transport). Er war über die Agentur für Arbeit im Rahmen eines Projekts für Langzeitarbeitslose zur BVG vermittelt worden. Seine Befristung laufe noch, sagte BVG-Sprecherin Petra Reetz.

So lange die Ermittlungen gegen ihn laufen, dürfe er keinen Bus fahren. Dies legten die gesetzlichen Bestimmungen so fest. Zudem schreibe das Arbeitsrecht eine Anhörung des Mannes vor. Sollten sich die Vorwürfe als wahr erweisen, droht ihm eine Entlassung. Laut Reetz werden die Videoaufzeichnungen aus dem Bus sowohl von der Polizei als auch von der BVG angeschaut und ausgewertet.

Wie berichtet, soll der Busfahrer am Freitagnachmittag eine türkischstämmige Frau (51) am Spandauer Rohrdamm ausländerfeindlich beschimpft haben - offenbar, weil der Bus überfüllt war und die Türen nicht schlossen. Ihre Tochter (20) soll er geboxt und ihren Sohn (12) aus dem Fahrzeug gesperrt haben. Laut Polizei gibt es Zeugen, die ebenfalls befragt wurden.

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