Werbellinsee in Brandenburg : Erzieher stürzt bei nächtlichem Versteckspiel in den Tod

Ein 20-Jähriger ist in der Nacht zu Freitag nach einem Versteckspiel auf dem Gelände einer Begegnungsstätte am Werbellinsee ums Leben gekommen. Er war vom Dach eines stillgelegten Gebäudes gestürzt.

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Polizeiabsperrung (Symbolbild).
Polizeiabsperrung (Symbolbild).Foto: Paul Zinken/dpa

Eine Ferienreise in die ehemalige "Pionierrepublik Wilhelm Pieck" am Werbellinsee (Landkreis Barnim in Brandenburg) hat in der Freitagnacht ein tragisches Ende genommen.

Ein 20-jähriger Erzieher in der Ausbildung kletterte nach Angaben der Polizeidirektion Ost Brandenburg bei einem Versteckspiel um Mitternacht auf das Dach einer stillgelegten Schule - und stürzte aus bislang noch ungeklärter Ursache in die Tiefe.

Der junge Mann wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht, die Ärzte konnten ihm aber nicht mehr helfen. Gegen 5 Uhr am Freitagmorgen sei sie über den Tod des jungen Mannes informiert worden, sagte eine Polizeisprecherin.

Nach Angaben der Polizei war der angehende Erzieher einer von mehr als 40 Betreuern einer 110-köpfigen Gruppe von Kindern aus Potsdam. Sie hatten eine mehrwöchigen Aufenthalt auf dem jetzt unter dem Namen "Europäische Jugendbegegnungsstätte Werbellinsee" firmierenden Gelände verbracht und wollten an diesem Sonnabend abreisen.

"Nachdem die Kinder im Bett lagen und schliefen, entschlossen sich neun der Betreuer zu einem nächtlichen Versteckspiel", sagte die Polizeisprecherin. Auf der Suche nach einem perfekten Versteck muss der Mann offenbar auf das Dach des stillgelegten Gebäudes geklettert sein. Nach Angaben der Sprecherin ist das heruntergekommene Haus gegen Eindringlinge gesichert; sämtliche Türen und Fenster waren verschlossen. "Möglicherweise ist der Mann über den Blitzableiter auf das Dach geklettert", vermutete die Sprecherin.

Was dort geschah, ist unklar - der 20-Jährige stürzte wenig später in die Tiefe und zog sich die tödlichen Verletzungen zu. Laut Polizei hatte er zuletzt im Landkreis Märkisch-Oderland in Brandenburg gelebt. Eine andere Betreuerin erlitt einen Schock, als sie von dem Unglück erfuhr. Sie musste ins Krankenhaus gebracht werden. Unklar ist, ob die Reisegruppe nach dem tragischen Unglück abreiste. In der Begegnungsstätte war am Freitagnachmittag nur der Anrufbeantworter angeschaltet.

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