Wilmersdorf : Wütender Mob attackiert Polizisten bei Festnahme

Ärger bei der Verhaftung eines Intensivtäters: In Wilmersdorf haben rund 25 Personen einen Polizeiwagen umstellt, um die Festnahme zu verhindern. Erst Pfefferspray und Verstärkung half den Beamten gegen die Übermacht.

Berlin Eine aufgebrachte Menge hat am Montagnachmittag in Wilmersdorf die Polizei bei der Vollstreckung eines Haftbefehls gegen einen 17-jährigen mutmaßlichen Serientäter behindert. Beamte wurden in der Cicerostraße von rund 25 Personen bedrängt und mussten Pfefferspray einsetzen, wie ein Polizeisprecher am Dienstag sagte. Kriminalpolizisten hatten den per Haftbefehl gesuchten Jugendlichen zunächst festgenommen und in ihren Dienstwagen gesetzt, als vier seiner Freunde und danach ungefähr 20 weitere Personen hinzukamen.

Nach Angaben des Sprechers waren diese teils sehr aggressiv und machten ihrem Unmut über die Festnahme lautstark Luft. Zudem umringten sie das Einsatzfahrzeug, so dass die Polizisten am Wegfahren gehindert wurden. Erst nachdem Verstärkung eingetroffen und die Gruppe abgedrängt worden war, konnte der Festgenommene weggebracht werden.

Gegen einen 18-Jährigen wurde ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung eingeleitet. Der festgenommene 17-Jährige wird bei der Polizei als Intensivtäter geführt. Als ein solcher gilt, wer mindestens zehn schwere Straftaten pro Jahr begeht. (ho/ddp)

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