Wohnhaus in Neukölln geräumt : Sprenggranaten in brennender Wohnung gefunden

Eine unruhige Nacht haben mehrere Mieter eines Hauses in Neukölln verbracht: In der brennenden Wohnung eines Nachbarn waren Sprengkörper gefunden worden. Der Mann sitzt nun in der Psychiatrie.

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Die Feuerwehr rückte gegen Mitternacht zu einer brennenden Wohnung in der Sonnenallee in Neukölln an. Eine Nachbarin hatte Qualm bemerkt und bei dem 50-jährigen Mieter geklingelt. Der Mann soll geöffnet und dann einen verwirrten Eindruck gemacht haben. Die 21-Jährige rief die Feuerwehr und Polizei. Die Einsatzkräfte löschten dann die brennenden Dielen und einen kleinen Tisch. Die Polizei geht davon aus, dass der 50-Jährige das Feuer selbst gelegt hat. Des Weiteren entdeckten die Beamten in der Wohnung Sprengkörper. Genaueres dazu konnte die Polizei nicht mitteilen.

Zur Sicherheit wurde das gesamte Wohnhaus geräumt. Die Mieter kamen in einem BVG-Bus unter. Die Sonnenallee wurde in Richtung Baumschulenweg für den Verkehr gesperrt. Die Kriminaltechniker sicherten die Granaten und transportierten sie zum Sprengplatz Grunewald. Gegen 4.15 Uhr konnten die Mieter wieder zurück in ihre Wohnungen. Wie viele Bewohner von der zwischenzeitlichen Räumung betroffen waren, konnte die Polizei nicht sagen. Der 50-Jährige wurde festgenommen und kam anschließend in die psychiatrische Abteilung eines Krankenhauses.

Nun ermittelt die Polizei wegen Brandstiftung und Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz.

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