Zehn Monate nach Fahrerflucht in Altglienicke : 32-Jähriger wird versuchter Mord vorgeworfen

Am 26. Juli 2013 wurde ein Lasterfahrer in der Straße Am Falkenberg von einem Auto angefahren, lebensgefährlich verletzt und liegengelassen. Nun wurde eine 32-jährige Tatverdächtige gefasst. Sie ist die Halterin des Unfallwagens. Ihr Verlobter hatte das Auto gestohlen gemeldet, um die Tat zu vertuschen.

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Der Lasterfahrer war laut Polizei am 26. Juli 2013 in der Straße Am Falkenberg in Altglienicke überfahren worden. Der damals 47-Jährige wollte gegen 6 Uhr seinen Laster fahrbereit machen; dabei wurde er von einem Auto erfasst. Der Lasterfahrer erlitt laut Polizei "schwerste, lebensgefährliche Verletzungen an der Halswirbelsäule und den Beinen." Bis heute befindet sich der Mann in ärztlicher Behandlung, laut Polizei ist von bleibenden Schäden auszugehen. Vermutlich kann der Mann seinen Beruf nie wieder ausüben.

Anstatt dem lebensgefährlich Verletzten zu helfen, flüchtete der Unfallfahrer damals unerkannt. Die 4. Mordkommission übernahm die Ermittlungen, weil der Unfallfahrer sein schwer verletztes Opfer an einer einsamen Straße im Stich gelassen hatte.

Die Kriminaltechniker bestimmten zunächst das Modell des Unfallfahrzeugs. Ein in Frage kommendes Auto wurde zwei Tage nach der Tat in Sachsen gestohlen gemeldet. Es gehörte einer 32-Jährigen aus Berlin. Der Wagen wurde später in Polen gefunden; er wies Unfallspuren auf. Die Kriminaltechniker identifizierten den Wagen als jenes Fahrzeug, dass den Lasterfahrer in Altglienicke erfasst hatte.

Nach weiteren Ermittlungen stellte sich dann heraus, dass die Diebstahlanzeige vom Verlobten der 32-Jährigen fingiert worden war. So wollte er ihre Beteiligung an dem Unfall vertuschen. Die 32-Jährige steht nun unter dem Tatverdacht des versuchten Mordes. Auch gegen den 41-jährigen Verlobten wird ermittelt. Er hatte nicht nur den vermeintlichen Diebstahl angezeigt, sondern auch den Unfallwagen nach Polen gebracht. Gegen ihn wird nun wegen Versicherungsbetrug und Vortäuschen einer Straftat ermittelt.

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