Zeugenaufruf : Tunnel-Bankeinbruch: Verdächtiger mit Phantombild gesucht

Die Ermittler sind den Tunnel-Gangstern auf der Spur: Zeugen konnten einen Verdächtigen so gut beschreiben, dass dieser nun mit Hilfe eines Phantombildes von der Polizei gesucht wird.

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Mit diesem Phantombild sucht die Polizei nach einem der tatverdächtigen Bankeinbrecher.
Mit diesem Phantombild sucht die Polizei nach einem der tatverdächtigen Bankeinbrecher.Foto: Polizei

Die Polizei ist den Kriminellen, die in der Nacht zu Montag durch einen selbst gegrabenen Tunnel in den Tresorraum einer Volksbank in Steglitz eingedrungen waren und rund 300 Wertschließfächer leer geräumt haben, auf der Spur: Durch die Befragung von Zeugen konnte von einem Tatverdächtigen ein Phantombild angefertigt werden. Bislang sind 60 Hinweise auf die Tat eingegangen.

Seit Februar vergangenen Jahres hatten die Gangster einen Tunnel aus einer Tiefgarage in der Wrangelstraße bis in die Volksbankfiliale an der Schloßstraße gegraben, der etwa 45 Meter lang ist. In der Zeit zwischen vorigen Freitag und Montag sind die Täter offenbar mit Hilfe eines Kernbohrers durch die Stahlbetonwand in den Tresorraum der Bank eingedrungen und haben dort rund 300 der 800 vermieteten Kundenschließfächer aufgebrochen und deren Inhalt entwendet.  Um ihre Tat zu verschleiern und mögliche Spuren zu vernichten, hatten die Täter anschließend einen Brand gelegt. Wie hoch der entstandene Schaden ist, ist Gegenstand weiterer Ermittlungen der Sonderkommission "Soko Tunnel".

Tunnel-Gangster: Bilder aus dem Tresorraum
Bilder, die an einen Hollywood-Gangster-Film erinnern: Dutzende leer geräumte Schließfächer - mit unbekannten, wertvollen Inhalten. Diese Fotos vom spektakulären Tunnel-Raub stellte vor zwei Jahren die geschädigte Volksbank in Steglitz zur Verfügung und ermöglicht einen unglaublichen Anblick eines unglaublichen Verbrechens.Weitere Bilder anzeigen
1 von 19Foto: Volksbank Steglitz
28.01.2013 15:14Bilder, die an einen Hollywood-Gangster-Film erinnern: Dutzende leer geräumte Schließfächer - mit unbekannten, wertvollen...

Der Mann auf dem Phantombild soll von mehreren Zeugen in Bauarbeiter-Kleidung vor der Einzelgarage mit Rolltor gesehen worden sein, die einer der Täter vor einem Jahr mit einem gefälschten niederländischen Pass gemietet hatte. Den Aussagen zufolge ist der Mann etwa 30 bis 40 Jahre alt und zirka 1, 90 Meter groß. Zudem wurde der Unbekannte stämmig und mit einem Bauchansatz beschrieben. Er hatte verschmutzte Arbeitshosen und ockerfarbene Arbeitsstiefel an.

Die Polizei fragt, wer den Mann in Tatortnähe gesehen hat und Angaben zu ihm machen kann. Wer hat weitere verdächtige Personen beobachtet, die möglicherweise Gegenstände zu der Tiefgarage oder von ihr weg transportiert haben? Wer kann etwas zu dem möglichen Fluchtfahrzeug machen? Ein besonderes Augenmerk richten die Ermittler dabei auf einen dunklen Kombi und einen hellen Transporter mit schwarzem Viereck an der Seitenverkleidung, die offensichtlich zur Tatbegehung genutzt wurden.

Hinweise nehmen sowohl die Ermittler des Fachkommissariates

Inzwischen sind mehr als 60 Hinweise eingegangen. Zeugen werden gebeten, sich unter der Rufnummer 4664- 945 107 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.

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