Zündelei aus Frust : Haftstrafe für 40-Jährigen für Autobrandstiftung

Frust und Alkohol, kein politisches Motiv sahen die Richter bei dem 40-Jährigen, der im Sommer Autos in Neukölln angezündet hatte. Und das ist nicht das erste Mal, dass er wegen Brandstiftung verurteilt wird.

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Der Brandstifter war stets in Tatortnähe und roch nach Alkohol, wenn die Polizei eintraf: Nach drei Autozündeleien wurde der 40-jährige Sascha R. zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt. Zudem ordneten die Richter seine Unterbringung in einer Entziehungsanstalt an. Der einschlägig vorbestrafte Mann hatte im Mai und Juni in Neukölln Papier angezündet und auf Autoreifen gelegt. Es blieb bei geringen Sachschäden. Zwei Feuer löschten Polizisten, ein Brand ging von selber aus.

Mit Frust und Alkohol hatten die Taten zu tun, hieß es im Urteil. Der Angeklagte, ein seit Jahren arbeitsloser Versicherungskaufmann, hat nach eigenen Angaben keine Erklärung für die Zündeleien. Ein politisches Motiv liege jedoch auf keinen Fall vor. R. wurde bereits 2008 zu knapp drei Jahren Haft verurteilt, weil er Feuer im Treppenhaus seines damaligen Wohnhauses gelegt hatte. 2010 kam er nach einer Brandstiftung in einem Keller mit 15 Monaten auf Bewährung davon.

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