Zufallsfang bei Wohnungsdurchsuchung : Tatverdächtiger versteckte sich im Schrank

Bei der Wohnungsdurchsuchung eines mutmaßlichen Taschendiebs, hat sich der Mitbewohner des Verdächtigen im Schrank versteckt. Aus gutem Grund: Er wurde mit zwei Haftbefehlen gesucht.

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Zunächst war eine Zivilstreife am Sonntag früh auf dem S-Bahnhof Strausberg ein 21-jähriger Russe aufgefallen, der mehrere Minuten lang versuchte, an einem Automaten Geld abzuheben und dabei eine Sonnenbrille trug. Die Beamten kontrollierten ihn und fanden bei ihm eine Geldbörse mit Personalausweis und Visa-Karte einer 23-jährigen Neuenhagenerin. Zudem hatte er mehrere EC-Karten in seinen Schuhen versteckt. Die Ermittlungen ergaben, dass die 23-Jährige kurz zuvor in einer S-Bahn der Linie 5 während der Fahrt eingeschlafen und bestohlen worden war.

Daraufhin durchsuchten mehrere Beamte die Wohnung des Verdächtigen in Neukölln. Dabei entdeckten sie plötzlich einen 27-Jährigen, der sich im Schrank des Mannes versteckte. Wie sich herausstellte, war es sein deutscher Mitbewohner, der bereits mit zwei Haftbefehlen wegen Bedrohung und Urkundenfälschung gesucht worden war.

Der 21-Jährige, der bereits einschlägig bei der Polizei bekannt ist, wurde nach der Vernehmung wieder frei gelassen. Ihn erwartet nun ein Ermittlungsverfahren. Sein 27-jähriger Mitbewohner hingegen wurde ins Zentralgewahrsam der Polizei gebracht und muss nun seine achtmonatige Strafe im Gefängnis absitzen.

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