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Zwischen Friedrichstraße und Alexanderplatz : Nach Vollsperrung: Bahnverkehr in Mitte rollt wieder

Wegen einer defekten Gasleitung war die S-Bahn zwischen Alexanderplatz und Friedrichstraße in Berlin-Mitte am Montag für mehrere Stunden gesperrt. Auch die Tram war betroffen, zahlreiche Fahrgäste mussten Umwege in Kauf nehmen.

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Ein Zug der Linie S7 auf der Stadtbahn.
Ein Zug der Linie S7 auf der Stadtbahn.Foto: imago

Nichts ging mehr für viele Stunden auf der Stadtbahn am Montagnachmittag: Wegen einer defekten Gasleitung an der Georgenstraße in Mittem die neben der Bahntrasse verläuft, war der S-Bahn-, Regional- und Fernverkehr von  13.15  Uhr bis 16 Uhr zwischen Alexanderplatz und Friedrichstraße in Mitte lahm gelegt. Die Regionalbahnen wurden über Gesundbrunnen/Lichtenberg oder Hauptbahnhof (Tief) umgeleitet – oder fielen aus. Fahrgäste der S-Bahn mussten auf den Ring oder die U-Bahn ausweichen. Betroffen von den Sperrungen waren auch Züge der Straßenbahnlinie M1 und M 12 zwischen Hackescher Markt und Am Kupfergraben.

Das Leck  in der Gasleitung war nach Angaben des Sprechers der Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg, Cartsten Döring, bei Ausschachtarbeiten im Gehwegbereich festgestellt worden. Arbeiter hätten dort in der ausgehobenen Grube Gas gerochen. Wahrscheinlich sei das Leck schon vorher vorhanden gewesen, sagte Döring und nur nicht bemerkt worden, weil Erde darüber lag. Eine Explosionsgefahr habe nicht bestanden. Dies hätten auch unmittelbar danach vorgenommene Messungen ergeben.

Die Polizei sperrte das Gebiet trotzdem vorsichtshalber ab.  Dabei wurde aus Sicherheitsgründen der Bahnverkehr zwischen den Bahnhöfen Friedrichstraße und Alexanderplatz unterbrochen. Betroffen waren nach Angaben der Bahn die Linien RE 1, RE 2, RE 7, RB 14 sowie die S-Bahnlinien S 5, S 7 und S 75. Die Fernzüge aus dem Ruhrgebiet/Hannover sowie aus Frankfurt am Main wurden über den Ring umgeleitet und endeten im Tiefgeschoss des Hauptbahnhofs; der Halt am Ostbahnhof entfiel. Nach Angaben der Polizei mussten auch zehn Bewohner von zwei Häusern ihre Wohnungen verlassen.

Während die Georgenstraße weiter gesperrt ist, rollt der Verkehr auf der vom Leck weiter entfernten Friedrichstraße weiter. Auch die  Straßenbahn ist noch  unterbrochen, weil die Endstelle Am Kupfergraben, die zunächst im Sperrgebiet lag, jetzt durch die Einsatzfahrzeuge blockiert ist.  

Während der Sperrung standen asuf dem S Bahnsteig vereinzelt Menschengruppen herum. Als sie die Anzeige "Feuerwehreinsatz. Zugverkehr zwischen Alexanderplatz und Friedrichstraße unterbrochen. Nutzen Sie bitte die U6" gelesen hattenn, fluchten  einige kurz und wichen  dann gleich auf andere Verkehrsmittel aus. Einige blieben aber auch stehen und hofften, es fahre doch noch ein Zug in Richtung Alexanderplatz oder Zoo.  Vor und im gesamten Bahnhof gab es vermehrt diverse Ansprechpartner, die auf die Fragen der Passagiere reagierten. Der U Bahnsteig der Linie U6 war voll mit umgeleiteten Passagieren. In den Zügen gab es kaum noch Platz. Viele liefen deshalb zu Fuß wieter. Ein Angestellter der DB sagte am Infoschalter im Bahnhof, dass die Situation relativ ruhig sei. "Die Leute haben sich schon an die Situation gewöhnt."

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