Zwischenfall bei Feuerwerksshow : Sechs leicht Verletzte bei Pyronale

Bei der Feuerwerkshow "Pyronale" am Wochenende hat es wegen eines Querschlägers sechs Hilfeleistungen von Sanitätern gegeben. Zunächst gab es Informationen, dass mehr als 40 Zuschauer verletzt worden seien.

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Pyronale-Feuerwerk am Olympiastadion. Sechs Menschen wurden leicht verletzt. Foto: dpa
Pyronale-Feuerwerk am Olympiastadion. Sechs Menschen wurden leicht verletzt.Foto: dpa

Verwirrung herrschte am Montagmorgen bei der Berliner Feuerwehr und beim Malteser Hilfsdienst, nachdem die Boulevardzeitung B.Z. berichtet hatte, dass es wegen eines Zwischenfalls auf der Pyronale am Sonnabend 43 Verletzte gegeben haben soll. Die Zuschauer hätten bei einem Querschläger während des Leuchtbomben-Feuerwerks eines österreichischen Teams leichte Verbrennungen durch herumfliegende Funken erlitten. Doch ein Sprecher der Berliner Feuerwehr sagte: "Wir hatten keinen einzigen Einsatz während der Pyronale". Auch die angebliche Aussage der Feuerwehr, "die ungünstigen Windverhältnisse hatten den Zwischenfall begünstigt", konnte sich der Sprecher nicht erklären. "Wir wissen nicht, wer das verbreitet haben soll."

Die Sprecherin des Malteser-Hilfswerks, das mit seinen Sanitätern während der Pyronale auf dem Maifeld am Olympiastadion im Einsatz war, klärte die Umstände am Montag früh auf: "Wir hatten sechs Hilfeleistungen, weil sechs Zuschauer Asche im Gesicht hatten und teilweise Augenspülungen erhalten hatten", hieß es. Dies sei passiert, während ein österreichisches Team ihre Raketen gezündet hatte. Die Gesamtzahl der Hilfeleistungen bei der Veranstaltung habe 45 betragen. "Da sind aber umgeknickte Knöchel, Schwindel oder Alkohol bedingte Beschwerden mit eingerechnet", sagt die Sprecherin. "45 Einsätze bei einer so großen Veranstaltung sind absolut im normalen Bereich."

Der Chef des österreichischen Feuerwerker-Teams Rudolf Jost sagte dem Tagesspiegel: "Wir wissen von gar keinen Verletzten." Er bestätigte jedoch, dass ein Feuerwerk nicht planmäßig gezündet habe: So sei eine Bombe bereits im Rohr statt in der Luft explodiert.

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