Berlin : Polizei nahm fünf Trickdiebe fest

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250 000 Mark erbeuteten Trickdiebe bei ihren durchschnittlich 90 Jahre alten und meist gesundheitlich beeinträchtigten Opfern. Jetzt legte die Polizei den vier 21 bis 33 Jahre alten Frauen und ihrem 37-jährigen Komplizen das Handwerk. Die Täter suchten sich ihre Opfer im Telefonbuch und wählten sie nach den Vornamen aus, die - wie Martha oder Gertrud - auf ältere Menschen schließen ließen. Dann rief eine der Frauen an und gab sich als Mitarbeiterin des Sozialamts aus. Bei den Opfern, die einen besonders hilfebedürftigen Eindruck machten, erschienen dann zwei Frauen, und erkundigten sich nach dem Befinden.

Während eine der Diebinnen das Opfer ablenkte, durchsuchte die zweite die Wohnung und stahl Wertsachen, Geld und Scheckkarten. Mit den Karten kauften die Täter in Berlin, Bremen und Rimini ein. Für eine gestohlene Scheckkarte gibt es Belege, dass sie mehr als 100 Mal eingesetzt wurde, teilte die Polizei mit.

Durch Videoaufnahmen und die Auswertung von Kaufbelegen kam die Polizei den Betrügern schließlich auf die Spur: Am 9. Oktober wurden die aus Neukölln und Bremen stammenden Täter festgenommen. Sie hatten bei Pfandleihern Schmuck für mehrere 1000 Mark versetzt, in den Wohnungen stieß die Polizei auf hochwertige Bekleidung, die mit den gestohlenen Scheckkarten bezahlt worden war. Die Polizei beschlagnahmte außerdem zwei von den Tätern benutzte Autos.

Gegen vier der Trickdiebe wurden Haftbefehle erlassen. Zwei seien allerdings gegen Auflagen von der Untersuchungshaft verschont worden, sagte ein Polizeisprecher gestern.

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