Berlin : Polizei patzte bei Ermittlung von Terroristen

Videos von Brandanschlag nicht gespeichert

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Zu dem Brandanschlag auf zwei Polizeiautos am Freitag in Spandau hat sich die „militante Gruppe“ (mg) bekannt. Beim Tagesspiegel ging ein Bekennerschreiben der linksterroristischen Gruppe ein. Darin wird der Anschlag mit der Razzia der Bundesanwaltschaft gegen G-8-Gegner und die „mg“ am 9. Mai begründet. Am Montag hatte Polizeipräsident Dieter Glietsch eingeräumt, dass der Anschlag vor dem Polizeiabschnitt zwar von einer Videokamera erfasst worden sei, die Aufnahmen jedoch nicht gespeichert wurden. Zudem habe kein Beamter zur Tatzeit auf den Beobachtungsmonitor gesehen. Man habe leichtfertig eine seltene Möglichkeit verschenkt, Bilder von Mitgliedern dieser Terrorgruppe zu sichern, sagte ein Sicherheitsexperte. Zu den Mitgliedern der „mg“ gibt es so gut wie keine Hinweise. Glietsch hatte nach dieser Panne angekündigt, dass die Bilder künftig gespeichert werden sollen.

Unterdessen brannte auch in der Nacht zu Dienstag ein Auto in Berlin. In der Luckauer Straße setzten Unbekannte gegen 3 Uhr nachts einen Chrysler 300C in Brand. Auffällig ist, das exakt das gleiche seltene US-Modell bereits am letzten Donnerstag Ziel der Brandstifter war. In diesem Jahr brannten bereits 45 Autos, im gesamten Jahr 2006 waren es etwa 60. Linksautonome hatten den Monat vor dem G-8-Gipfel zum „Aktionsmonat Volxsport“ mit einer Art Wettbewerb „Randalieren gegen G 8“ ausgerufen. „Abfackeln“ bringt acht Punkte, „Glasbruch“ drei Punkte. „Die Stadt mit den meisten Punkten“ gewinnt, heißt es in dem anonymen Schreiben.

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