Berlin : Polizei schnappt Messerstecher Opfer hatte im Herbst nur knapp überlebt

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Der Mordkommission hat wegen eines versuchten Tötungsdelikts vom September am Montag den mutmaßlichen Messerstecher verhaftet. Der 23-Jährige ist bereits wegen verschiedener Delikte in der organisierten Kriminalität und als Intensivtäter bekannt.

Der Vorfall geschah am 1. September in Wedding: Gegen 18 Uhr geriet der Tatverdächtige Tahir Ö. mit dem späteren Opfer, einem 31-Jährigen, in Streit. Angeblich hatte Tahir Ö. mit seinem BMW die Utrechter Straße blockiert. Der 31-jährige Autofahrer soll sich beschwert haben. „Ein Wort ergab das andere, dann eskalierte die Situation“, sagte ein Ermittler. Tahir Ö. soll aus seinem BMW gestiegen und den Kontrahenten mit einem Messer lebensgefährlich verletzt haben. Anschließend flüchtete der mutmaßliche Täter mit zwei Begleitern in seinem Auto. Das Opfer wurde in einer Klinik notoperiert.

Am nächsten Morgen entdeckte die Polizei den Fluchtwagen – er stand ausgebrannt im Humboldthain. Wie sich herausstellte, hatte der Eigentümer den Wagen bis zur Tat illegal genutzt: Es gab weder einen Kaufvertrag noch war das Auto umgemeldet worden. Bevor der BMW angezündet wurde, hatte der Tatverdächtige noch ein gestohlenes Kennzeichen beigelegt, um den Messerangriff zu verschleiern, wie es bei der Polizei hieß.

Nachdem zunächst ein anderer Tatverdächtiger kurzzeitig in Haft saß, stießen die Ermittler bald auf die Spur von Tahir Ö. Seit 2004 wird er als Intensivtäter geführt. Nun sitzt er wegen versuchten Totschlags in Haft. Tanja Buntrock

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