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Fünf Verletzte nach Brand

in Gefängniskrankenhaus



Plötzensee - Ein 19-jähriger Häftling ist am Donnerstagabend bei einem Brand in dem Berliner Justizvollzugskrankenhaus (JVK) lebensgefährlich verletzt worden. Sein ebenfalls 19-jähriger Zellengenosse wurde leicht verletzt. Gegen 22.30 Uhr hatte ein Mitarbeiter der JVK das Feuer bemerkt und den Alarm ausgelöst. In einem ersten Rettungsversuch konnten drei Bedienstete des Krankenhauses zunächst nicht zu den Opfern vordringen und mussten wegen des Verdachts auf Rauchgasvergiftung ambulant behandelt werden. Erst der Feuerwehr gelang es, die Tür aufzubrechen und das Feuer zu löschen. Eine Ausbreitung des Brandes auf andere Zimmer konnte verhindert werden. Das 116 Betten fassende Krankenhaus wurde dennoch vorsorglich evakuiert. Unterdessen sollen laut Justizverwaltung Ermittlungen klären, wie es zu dem Brand kommen konnte. Die äußeren Umstände deuten nach Angaben von Justizsprecher Michael Kanert auf Brandstiftung hin. Etwaige Motive sind derzeit noch völlig unklar. Der eine Häftling verbüßte eine Jugendstrafe wegen Diebstahls, der andere befand sich wegen Drogendelikten in Untersuchungshaft. sny

Erneut wurden Kinder

geschlagen und beraubt

Berlin - Schon wieder sind in mehreren Stadtteilen Minderjährige von Gleichaltrigen brutal überfallen worden. Ein Zwölfjähriger wurde am Donnerstag gegen 18.15 Uhr auf der Falkenseer Chaussee in Spandau von zwei 13-Jährigen mehrmals ins Gesicht geschlagen. Danach raubten sie ihm das Handy. Erst als Passanten hinzukamen, ließen sie von ihrem Opfer ab. Das Kind erlitt leichte Verletzungen am Kopf. Obwohl der Zwölfjährige die Täter vom Sehen her kannte, gelang es der Polizei zunächst nicht, die flüchtigen Angreifer zu fassen. Erfolgreicher waren die Ermittler eine halbe Stunde später in Friedrichsfelde. Dort konnten sie zwei 15-Jährige festnehmen, die zuvor einen gleichaltrigen Jungen in der Löwenberger Straße ebenfalls verprügelt und sein Handy geraubt hatten.

Im Fall des 17-Jährigen, der am Mittwochnachmittag an einem Gymnasium in Steglitz brutal überfallen wurde, tappt die Polizei auf der Suche nach den Tätern noch immer im Dunkeln. Der Schüler war bei dem Versuch, den Pausenhof zu verlassen, wie berichtet von vier Personen umringt und geschlagen worden. Einer der Täter soll den Jungen dabei mit einem Schlagring verletzt haben. Wie die Polizei gestern mitteilte, ließen die Unbekannten erst von dem Schüler ab, als ein vorbeifahrender Autofahrer die Schlägerei bemerkte und die Gruppe anschrie. Das Opfer erlitt eine Gehirnerschütterung und Platzwunden an Gesicht und Oberkörper. Mitschüler, die Zeuge des Überfalls geworden waren, sagten gestern aus, dass die Täter nicht das Gymnasium besuchen. dau/sny

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