POLIZEI-TICKER : POLIZEI-TICKER

Wieder zwei Fälle

von Kindesvernachlässigung

Ein anonymer Anrufer hat am Freitag die Polizei informiert, dass ein Kleinkind über Stunden allein in einer Weddinger Wohnung sei. Zeitgleich mit den Beamten traf die 24-jährige alleinerziehende Mutter ein und sagte, sie sei einkaufen gewesen. Der Dreijährige schlief im Bett. Doch die Wohnung war laut Polizei verwahrlost. Am Sonntag sprach nahe dem Bahnhof Rathaus Steglitz eine offenbar verzweifelte Neunjährige zunächst eine Passantin an und danach BVG-Mitarbeiter. Das Kind sagte, seine Mutter liege betrunken auf einer Bahnhofsbank und wache nicht auf. Das Mädchen gab auch an, zu Hause geschlagen zu werden. Beide Kinder wurden zum Notdienst gebracht, gegen die Mütter wird ermittelt.tabu

Flusssäure-Tat: Bis zu 7000 Euro Belohnung ausgesetzt

Nachdem vor einer Woche zwei Mitarbeiter der Wall AG und eine Zwölfjährige in Mitte durch Flusssäure verletzt wurden, haben Polizei sowie Wall AG und BVG insgesamt 7000 Euro Belohnung ausgesetzt für Hinweise zu den Tätern. Die Wall-Mitarbeiter hatten an der Tramhaltestelle Karl-Liebknecht- Ecke Memhardstraße Werbeplakate ausgetauscht; die Zwölfjährige erlitt die Vergiftung, als sie auf einem Sitz an einer Bushaltestelle an der Marienkirche mit Resten der Säure in Kontakt kam. Die Polizei vermutet die Täter in der Graffiti- Szene. tabu

Fußgänger von Auto angefahren

und getötet

Ein 45-jähriger Fußgänger ist am Sonntagabend in Kreuzberg von einem Auto erfasst und getötet worden. Offenbar lief er gegen 22.30 Uhr auf die Fahrbahn der Gneisenaustraße in Höhe Nostitzstraße, ohne auf den Verkehr zu achten. Dabei erfasste ihn das Auto eines 68-Jährigen. Der Fußgänger erlag in einer Klinik seinen schweren Verletzungen. Die Polizei prüft, ob er alkoholisiert war. tabu

Von S-Bahn erfasst: Graffiti-Sprüher im künstlichen Koma

Ein Unfall beim Graffiti-Sprühen hat einen 28-Jährigen ins künstliche Koma gebracht: Er war am Freitagabend in Karow von einer S-Bahn erfasst worden. Gegen 22 Uhr soll der 28-Jährige mit seinem 25-jährigen Begleiter zwischen den S-Bahnhöfen Buch und Karow einen Brückenpfeiler besprüht haben. tabu

Protest gegen Drehgenehmigung

für Polizei bei Demos

Gegen das vom Senat geplante Gesetz, Demonstrationen ohne Anlass von der Polizei filmen zu lassen, formiert sich Protest. Wie berichtet, sollen Live-Videobilder der „Leitung des Polizeieinsatzes bei Versammlungen unter freiem Himmel“ helfen. Der Entwurf sieht vor, dass die Polizei öffentliche Versammlungen und ihr Umfeld filmen darf, wenn dies wegen Unübersichtlichkeit der Veranstaltung erforderlich sei – auch ohne Anzeichen von Straftaten. Dagegen haben Bürgerrechtsorganisationen, Gewerkschaften, Linke und Grüne nun das „Berliner Forum für Versammlungsfreiheit“ gegründet. hah

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben