Berlin : POLIZEI-TICKER

Nach der Demo flogen Brandsätze

Kreuzberg - Eine Demonstration der linken Szene am Freitagabend vom Kottbusser Tor zum Heinrichplatz ist weitgehend friedlich verlaufen. Sie stand unter dem Motto „Aktionstag gegen staatliche Repression“. Einige der 200 Teilnehmer warfen jedoch Steine auf Polizisten. Zwischenzeitlich hatten die Demonstranten versucht, von der ursprünglichen Route abzuweichen, und wurden von der Polizei wieder zurückgedrängt. Die Beamten schrieben sieben Anzeigen wegen Sachbeschädigung und Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz. Zudem gab es in der Nacht zu Sonnabend mehrere politisch motivierte Taten in Kreuzberg und Friedrichshain: Sechs Vermummte schoben einen Papiercontainer auf die Reichenberger Straße und zündeten ihn an. Auf zwei Bankfilialen in der Petersburger Straße und in der Frankfurter Allee warfen Unbekannte Brandsätze. Am frühen Morgen brannte ein Auto in der Dieffenbachstraße. Ob die Täter randalierten, weil sie sich mit den Demonstranten bei den Unruhen in Griechenland solidarisieren wollten, konnte die Polizei gestern nicht bestätigen. tabu

17-Jährige attackierte Polizisten

Reinickendorf - Eine 17-Jährige hat in der Nacht zu Sonnabend zwei Polizeibeamte angegriffen und leicht verletzt. Nur mit großer Kraftanstrengung gelang es den Beamten, die Jugendliche zu bändigen. Die 44-jährige Polizistin und ihr 51 Jahre alter Kollege waren gegen 3.20 Uhr in den Huttweiler Weg gerufen worden, weil Nachbarn sich über Lärm beschwerten. Als sie an der Wohnung, in der es laut war, klingelten, öffnete die 17-Jährige und griff die Oberkommissarin an, zerrte sie an ihren Haaren und zog sie zu Boden. Als der Kollege der Frau zur Hilfe kam, schlug und trat die Jugendliche auch ihn. Den Beamten gelang es, die 17-Jährige zu fesseln und zur Gefangenensammelstelle zwecks Blutentnahme mitzunehmen. Ob sie Drogen oder Alkohol genommen hatte, ist noch unklar. Sie wurde später von ihrer Mutter abgeholt. Die Polizistin wurde ambulant in einer Klinik behandelt. tabu

20-Jähriger antisemitisch beleidigt Mahlsdorf - Ein 20-Jähriger ist am Freitagabend in der Hönower Straße in einem BVG-Bus als „Judensau“ beschimpft und schwer verletzt worden. Der 22-jährige Tatverdächtige schlug sein Opfer mit der Faust ins Gesicht und trat ihm gegen den Kopf, teilte die Polizei am Sonnabend mit. Danach verließ er mit zwei Bekannten den Bus, konnte aber kurze Zeit später festgenommen werden. Der zusammengeschlagene Mann kam mit Knochenbrüchen und einer Gehirnerschütterung in ein Krankenhaus.ddp

Mann zusammengeschlagen

Kreuzberg - Unbekannte haben am frühen Samstagmorgen einen Mann in der Köpenicker Straße schwer verletzt. Das 27-jährige Opfer wurde in ein Krankenhaus gebracht, wie die Polizei mitteilte. Die Täter sind flüchtig. Ein Taxifahrer hatte Polizei und Feuerwehr gerufen, als er und ein Fahrgast sahen, wie sie den Mann schlugen und traten. ddp

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