Berlin : Polizei und ADAC gegen höheres Bußgeld für Raser

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Mit Tempo 147 raste ein Motorradfahrer über die Bundesallee – und wurde geblitzt. Erlaubt sind 50. Für seine Raserei wird der Mann laut Polizei mit 425 Euro Strafe, drei Monaten Fahrverbot und vier Punkten in Flensburg büßen. Für Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe (SPD) viel zu wenig. Stolpe forderte am Donnerstag eine „konsequente Verkehrsüberwachung“ und schärfere Sanktionen für Drängler und Raser. Er will die Bußgelder soweit erhöhen, dass „es richtig weh tut.“

In Berlin sind die Ideen umstritten. „Jeder Vorschlag, die Straßen sicherer zu machen, muss geprüft werden“, sagt die Sprecherin der Stadtentwicklungsverwaltung, Manuela Damianakis. Von der Polizei und dem ADAC kommen kritischere Stimmen. So spricht sich Michael Zeilbeck von der Berliner Polizei gegen härtere Strafen, aber für mehr Kontrollen aus. Gegen die Hauptunfallursache „überhöhte Geschwindigkeit“ würde helfen, „wenn man Fahrern vermittelt, sie könnten jederzeit an jedem Ort geblitzt werden.“ Beim ADAC ist man der Auffassung: „Verkehrssicherheit lässt sich nicht über das Portmonee verbessern“. Mit Punkten und Fahrverboten gebe es bereits wirksame Sanktionen – „und Geldstrafen zu erhöhen, bringt nichts, wenn nicht zugleich die Überwachung erhöht wird“, sagte ein Sprecher. mne

www.tagesspiegel.de/ted

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