Berlin : Polizei verstärkt ihre Präsenz an der Clayallee - 2000 Verstöße registriert

CD

Der "wilde" Automarkt am Wilmersdorfer Teil der Clayallee und am Hohenzollerndamm breitet sich wieder aus. Das liegt wohl an der Jahreszeit, denn auch in den Vorjahren wurden besonders viele Autos zwischen Frühjahr und Herbst angeboten. Dutzende Gebrauchtwagen - darunter viele Oberklassemodelle und manchmal auch Oldtimer - säumen den Straßenrand. Viele Fahrer stoppen in zweiter Spur, um die Verkaufsschilder zu studieren, und behindern so den Verkehr. Immer wieder beschweren sich zudem Anwohner über versperrte Parkplätze und Einfahrten. Gestern kündigte Baustadtrat Alexander Straßmeir (CDU) neue Gegenmaßnahmen an.

An Wochenenden sollen nun auch Streifenbeamte des Abschnitts 25 "verstärkt präsent sein". Das Bauamt bekämpft den Autohandel seit rund zwei Jahren. "Hartnäckig hält sich die Annahme, es könnte ja nichts Unerlaubtes vorliegen, wenn das Fahrzeug ordnungsgemäß zugelassen und versichert ist und die Steuern bezahlt sind", beklagt Straßmeir. Stadtweit gelten Verkaufsangebote an Privatautos jedoch nur als erlaubt, wenn die Wagen noch benutzt und nicht wochenlang nur zum Verkauf herum stehen. Professionelle Händler dürfen auf öffentlichem Straßenland gar nicht werben.

Bisher wurden in Wilmersdorf rund 2000 Fahrzeughalter wegen unerlaubter Offerten registriert. Meistens beließ es das Bauamt bei Ermahnungen am Telefon oder klemmte Hinweiszettel an die Scheibenwischer der Autos. Es verhängte aber auch Bußgelder von 300 bis 3500 Mark. Wie oft dies geschah, war gestern nicht zu erfahren. Laut Gesetz sind Bußgelder bis 20 000 Mark möglich.

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