Berlin : Polizei versteigert defekte Roller Käufer werden über Mängel aufgeklärt

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Die Polizei lässt regelmäßig Fahrzeuge versteigern, die wegen technischer oder anderer Mängel beschlagnahmt wurden. Aus behördlicher Sicht ist das aber kein Problem. „Die Käufer werden natürlich vorher von den Sicherheitsmängeln unterrichtet oder etwa darüber informiert, dass das Fahrzeug nicht für den Straßenverkehr zugelassen ist“, sagt Polizeisprecher Michael Merkle auf Anfrage. Es mache Sinn, Sachwerte zu veräußern; der Erlös fließe in den Landeshaushalt. Wie berichtet, hat die Polizei Hunderte von MiniMotorrädern, die über Elektrobatterie betrieben werden, aus dem Verkehr gezogen – auch wegen kaputter Bremsen, fehlenden Lichts oder anderer Defekte.

Die meisten der als „Scooter“ oder „Go-Peds“ bekannten Billig-Elektroroller werden über das Auktionshaus Karner & Co. versteigert. Auch dort hieß es auf Anfrage, es werde „versteigert wie besichtigt“. Der Käufer werde über Mängel informiert und über Fahrbeschränkungen aufgeklärt. Mini-Roller versteigert das Auktionshaus Am Werdauer Weg in Schöneberg seit gut einem halben Jahr. Einmal im Monat werden fünf bis 15 Fahrzeugen versteigt. „Scooter“ würden von Privatpersonen, aber auch von Händlern erworben. Die Fahrzeuge erzielen im Schnitt einen Verkaufspreis von 50 bis 100 Euro. Beträgt der Nettoverkaufspreis zum Beispiel 100 Euro, muss der Kunde 15 Prozent Aufgeld an das Auktionshaus zahlen. Üblicherweise werden noch einmal 16 Prozent Mehrwertsteuer aufgeschlagen. Bei Versteigerungen für die Polizei werden Steuern aber nur für das Aufgeld verlangt. Der Nettoverkaufspreis geht in voller Höhe über die Polizei an den Landeshaushalt. Die Höhe der Summe im vergangenen Jahr war gestern nicht zu klären. kög

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