Berlin : Polizeiorchester und Reiterstaffel werden aufgelöst

sib / weso

Wie gestern Abend verlautete, will die Ampelkoalition die Reiterstaffel mit 75 Beamten und 45 Pferden abschaffen. Auch das Polizeiorchester mit 37 Mitgliedern soll aufgelöst, die 600 Mann starke Freiwillige Polizeireserve entwaffnet werden. Der Neubau der Justizvollzugsanstalt in Großbeeren steht wegen der desolaten Finanzsituation der Stadt in den nächsten Jahren nicht mehr zur Diskussion. Auf eine Kennzeichnungspflicht für Beamte haben sich die Parteien dagegen nicht einigen können: SPD, Grüne und FDP wollen das in Abstimmung mit den Gewerkschaften vereinbaren.

Offenbar will die Ampel auch die Dienstzeiten der Polizei umkrempeln. Wie gestern verlautete, sollen alle Bereiche, in denen derzeit in 12-Stunden-Schichten gearbeitet wird, auf 8-Stunden-Schichten umgestellt werden. Man erhofft sich dadurch die Abschaffung bezahlter Pausen und damit wiederum finanzielle Einsparungen. Die überwiegende Mehrzahl der Beamten arbeitet derzeit noch im 12-Stundendienst.

Betroffen davon wären die Beamten auf allen Polizeiabschnitten, die noch nicht das Berliner Modell eingeführt haben, die Sofortbearbeitung der Kriminalpolizei, die Funkbetriebszentrale, bei der alle 110-Notrufe eingehen, sowie die Beamten in den Lagediensten und einigen Spezialdienststellen.

Die Pläne der Koalition wurden gestern in der Polizei mit Kopfschütteln quittiert. Die bisherigen 12-Stunden-Dienstschichten enthalten keine tariflichen Pausen für die Beamten, hieß es.

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