Berlin : Polizeipanne: Kokaindealer wieder frei

Zwei mutmaßliche Kokainhändler sind wieder auf freiem Fuß, weil die Polizei offenbar fehlerhaft ermittelt hat. Zu diesem Ergebnis kam die Staatsanwaltschaft, die das Verfahren gegen die beiden aus Asien stammenden Dealer eingestellt hat. Bei den Ermittlungen war es um ein Kilogramm Kokain gegangen, das in der Wohnung der Beschuldigten gefunden wurde. Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft: Die Ermittler seien ohne Durchsuchungsbeschluss eines Richters in die Wohnung der Verdächtigen gegangen. Zudem hätten die Polizisten die mutmaßlichen Dealer vor der Vernehmung nicht zu ihren Rechten belehrt. Das Verfahren wurde daher eingestellt und das Rauschgift vernichtet.

Gegen die Polizisten ist ein Disziplinarverfahren eingeleitet worden. Doch ein Ermittler sagte, dass der Vorwurf, die Beamten seien unrechtmäßig in die Wohnung eingedrungen, strittig sei: „Wenn Gefahr in Verzug besteht, kann die Polizei auch ohne richterlichen Beschluss eine Wohnung durchsuchen.“ Ein Staatsanwalt bezweifelte gestern jedoch, dass Gefahr in Verzug vorlag. tabu

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