Berlin : Polizist schießt auf Angreifer

Täter attackierte Beamte mit Molotowcocktail

Am Rande einer Verkehrskontrolle kam es am Sonntagmittag in Neukölln zu einem dramatischen Zwischenfall. Ein offensichtlich unbeteiligter Mann ging nach Angaben der Polizei auf die eingesetzten Beamten mit einem Molotowcocktail und einem Messer los. Daraufhin habe ein Polizist den Angreifer niedergeschossen. Dieser wurde schwer verletzt. Das Motiv des Mannes ist unklar. Er sei wahrscheinlich psychisch krank, hieß es bei der Polizei.

Die zwei Verkehrspolizisten waren eigentlich mit Routinekontrollen an der Kreuzung Hermannstraße Ecke Thomasstraße beschäftigt. Gegen 11.50 Uhr stürmte plötzlich von der gegenüberliegenden Straßenseite der Mann drohend auf die Beamten zu. In der einen Hand hielt er den angezündeten Brandsatz, in der anderen ein Messer. Die Einsatzkräfte konnten ihm die Flasche aus der Hand schlagen. Sie zerbrach vor dem Streifenwagen auf dem Boden und ging in Flammen auf. Als der Mann anschließend mit dem Messer zustechen wollte, schoss ihm ein Polizist in den Bauch. Ein Warnschuss wurde offenbar vorher nicht abgegeben. Der 40-jährige Angreifer kam ins Krankenhaus. Am Nachmittag befand er sich laut Polizei außer Lebensgefahr. Beamte der Spurensicherung untersuchten das Messer und die Glasscherben der Flasche.

Wie üblich, wenn ein Polizist bei einem Einsatz schießt, ermittelt jetzt die Mordkommission den genauen Tatablauf, um die Rechtmäßigkeit des Schusswaffengebrauchs zu prüfen. Zuletzt hatten Polizisten im Januar einen Jugendlichen nach einem Raubüberfall in Wedding auf der Flucht angeschossen. jra

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