Berlin : Polizistin überfallen und schwer verletzt

-

Eine 42jährige Kriminalbeamtin ist auf dem Heimweg in der Nacht zu Dienstag überfallen und schwer verletzt worden. Die Frau wurde in der Seidelstraße in Reinickendorf von einem auf der Fahrbahn stehenden heftig gestikulierenden Mann zum Anhalten ihres Autos veranlasst, wie ein Polizeisprecher sagte. Sie glaubte an einen Notfall und kurbelte das Fenster herunter. Der Unbekannte hielt ihr sofort ein Messer an den Hals und forderte Geld und Wertsachen.

Als sich die Frau als Polizeibeamtin zu erkennen gab, zerrte der Täter sie aus dem Wagen und drohte unter Beschimpfungen, sie umzubringen. Dann stach er mit dem Messer auf sie ein, wobei es der Frau gelang, sich im letzten Moment zur Seite zu drehen. Dadurch rettete sie möglicherweise ihr Leben, die Klinge verursachte aber eine schwere Stichverletzung im Bereich des linken Schlüsselbeines.

Der Räuber entkam mit Bargeld aus der Handtasche seines Opfers. Bevor die Frau zusammenbrach, konnte sie noch über ihr Handy die nächste Polizeistation alarmieren.

Die Verletzte liegt nun auf der Intensivstation eines Krankenhauses, schwebt aber nicht in Lebensgefahr. Bei dem Täter handelt es sich nach der Beschreibung der Polizei um einen 25 bis 35 Jahre alten, schlanken Mann. Er trug ein Kopftuch, unter dem strähniges Haar zu sehen war. Er machte einen sehr ungepflegten Eindruck und könnte der Rauschgiftszene zuzuordnen sein, hieß es.

Mit Hilfe des Phantombildes will die Polizei bei den Ermittlungen weiterkommen. Sie erhofft sich Tipps aus der Bevölkerung und sucht mögliche Zeugen der Tat. Hinweise nimmt das 1. Raubkommissariat des Landeskriminalamtes unter den Telefonnummern 4664-944115 oder -944100 entgegen. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben