• Polnische Community in Berlin : Täter des homophoben Angriffs wahrscheinlich auf Facebook identifiziert

Polnische Community in Berlin : Täter des homophoben Angriffs wahrscheinlich auf Facebook identifiziert

Die polnische Community in Berlin hat auf Facebook wahrscheinlich die Täter identifiziert, die Anfang März einen Homosexuellen angegriffen und beleidigt haben sollen.

Robert Hofmann
Einer der Täter.
Einer der Täter.Foto: Polizei Berlin

Die drei Schläger, zwei Männer und eine Frau, die am 4. März in einer Tram einen homosexuellen 39-Jährigen angegriffen haben sollen, wurden vermutlich identifiziert. In der Facebook-Gruppe „Polacy w Berlinie“, auf Deutsch „Polen in Berlin“ wurde die Fahndungsmeldung am Dienstag veröffentlicht, woraufhin sich ein Gespräch in den Kommentaren darunter entwickelte, in dem die Mitglieder der polnische Community in Berlin sich in großer Mehrheit gegen das Verbrechen aussprachen.

Joanna B. schließlich postete Screenshots der Facebook-Profile von zwei der mutmaßlichen Täter. Es handelt sich dabei um die Profile von Weronika D. und Mariusz G. Zusätzlich hieß es „ich kenne die beiden, beide sind Diebe, die in einer Wohnung leben und nicht zahlen. Das Mädchen hat auf der Arbeit gestohlen und wurde gefeuert. Eine Schande.“

Mit Flasche auf den Kopf geschlagen

Der Vorfall ereignete sich um 1.45 Uhr in der Tram der Linie M10 in Richtung Warschauer Straße. Kurz vor der Haltestelle Bernauer Straße sprachen die drei den 39-Jährigen und seinen Lebensgefährten an und fragten, ob er schwul sei. Daraufhin griffen sie ihn an, schlugen und beleidigten ihn homophob. Schließlich soll die Frau ihn auch mit einer Flasche auf den Kopf geschlagen haben. An der Haltestelle flüchteten die drei, wurden aber mehrfach von Überwachungskameras aufgenommen. Seit Dienstag fahndet die Polizei öffentlich mit Fotos und Videos nach den drei.

Vor dem Vorfall sollen sich die drei laut auf Polnisch homophob geäußert haben. Innerhalb der polnischen Facebook-Community wurde die Offenlegung der Identität begrüßt. Felipito E. schrieb „Welch schöner Zufall. Kannst du sie bitte der Polizei vorstellen?“

Hier lesen Sie die Tagesspiegel-Meldung zum Fall.

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