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Postzusteller schlägt Alarm : Verdächtiges Paket an Schäuble enthielt Audiokassette - vor fünf Jahren

Vor fünf Jahren hatte ein verdächtiges Paket an Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble die Sprengstoffexperten beschäftigt. Die Untersuchung brachte eine Audiokassette zutage. Was Jörn Hasselmann darüber schrieb.

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Nach dem Bombenalarm vor zwei Wochen im Kanzleramt, fiel einem Berliner Zusteller jetzt eine verdächtige Sendung an Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble auf.
Nach dem Bombenalarm vor zwei Wochen im Kanzleramt, fiel einem Berliner Zusteller jetzt eine verdächtige Sendung an...Foto: dpa

Einem Paketboten in Tempelhof war die Sendung aufgefallen, weil sie keinen Absender trug und an Bundesfinanzminister Wolfgang Schäube adressiert war. Der Zusteller nahm das Paket aus seinem Wagen heraus, legte es auf den Gehweg und rief die Polizei.

Seit in der Poststelle des Kanzleramts vor zwei Wochen ein Bombenpaket aus Griechenland entschärft werden musste, gelten Sendungen ohne Absender an Regierungseinrichtungen grundsätzlich als verdächtig. Sprengstoffexperten rückten aus, das Paket wurde einem Röntgen-Test unterzogen und für ungefährlich erklärt. Jetzt wird es dem Bundesfinanzminister zugestellt. Der Inhalt der Kassette unterliegt dem Postgeheimnis.

Anfang November war das Bundeskanzleramt einem Anschlag entgangen, den mutmaßlich griechische Linksextremisten verüben wollten. In der Postverteilerstelle war ein kleines Paket mit einem ausgehöhlten Buch vom Logistikunternehmen UPS abgegeben worden, das eine Rohrbombe enthielt und an Bundeskanzlerin Angela Merkel adressiert war. Das damalige Paket hatte die gleiche Bauart wie ein Sprengsatz, der zuvor in Athen in der Botschaft der Schweiz explodiert war.

Der Beitrag erscheint in unserer Rubrik "Vor fünf Jahren"

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