Berlin : Potsdamer Lehrerin stirbt auf Klassenfahrt

Henry Kramer

Potsdam - Es sollte eine fröhliche Klassenfahrt werden: Doch für eine Klasse aus der Goethe-Gesamtschule in Babelsberg endete eine Reise nach Görlitz am Mittwoch mit einem Schock. Ihre 53-jährige Klassenlehrerin wurde am Morgen tot in ihrem Bett gefunden. Derzeit gebe es keine Hinweise für ein Fremdverschulden oder einen Suizid, teilte die Görlitzer Polizei mit. Eine Obduktion solle die genaue Todesursache der Frau klären.

Die Lehrerin, die an der Goethe-Schule Wirtschaft, Arbeit und Technik unterrichtet hatte, war mit 25 Schülern ihrer 10. Klasse unterwegs. Untergebracht waren sie in der Europa-Jugendherberge mitten in der historischen Altstadt. Gegen 8.50 wurde die Polizei alarmiert, Notfall-Seelsorger und eine zweite Lehrerin kümmerten sich danach um die Schüler. Die Klassenfahrt sei sofort abgebrochen worden, teilte das brandenburgische Bildungsministerium mit.

Kurz vor der Rückfahrt fühlten sich Schüler offenbar durch Pressefotografen provoziert. Nach Aussage von Mitarbeitern der örtlichen Zeitung „Dresdner Morgenpost“ wurde ein Fotograf des Blattes von einem der Schüler ins Gesicht geschlagen, als er den Schulreisebus aufnehmen wollte.

Laut Brandenburgs Bildungsministerium soll am heutigen letzten Schultag vor den Herbstferien das für die Schüler schockierende Erlebnis aufgearbeitet werden. Wie es hieß, sei auch eine Trauerfeier geplant. Es würden Schulpsychologen und speziell geschulte Ansprechpartner in die Schule kommen, um den Jugendlichen, Eltern und Lehrern zur Seite zu stehen. Bildungsministerin Martina Münch (SPD) reagierte betroffen auf den Fall. Sie drückte allen Angehörigen, Bekannten, Kollegen und Schülern ihre Anteilnahme aus. Henry Kramer

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