Berlin : Potsdamer Platz bekommt bis zur WM eine neue Promenade

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Ein Schandfleck am Potsdamer Platz soll verschwinden: Bis zur Fußball-Weltmeisterschaft wird der seit Jahren verwahrloste Mittelstreifen auf der Potsdamer Straße zwischen Sony-Center und Daimler-Quartier mit einem neuen Belag, mit Leuchten und Bänken ausgestattet. Wie die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung mitteilte, sollen die Bauarbeiten nach der Berlinale im Frühjahr beginnen.

Immer wieder hatten Touristen und auch Berliner die ungepflegte Stolperstrecke inmitten der Neubauten beklagt. Nun soll sie zu einer Promenade umgebaut werden, auf der sich Passanten auch länger bequem aufhalten können. Dafür will man dort zwölf Sitzbänke aufstellen. Die Übergänge zwischen beiden Straßenseiten sollen außerdem breiter werden, eine zusätzliche Ampelanlage ist allerdings nicht geplant. Der spärliche Rasen macht einem Tennenbelag Platz, einem Gemisch aus Lehm, Erde und Sand – wie auf dem Mittelstreifen Unter den Linden. Die Laternenmasten werden durch historisierende „Friedrichstadt“-Leuchten ersetzt, Werbetafeln nur noch zu Berlinale-Zeiten zugelassen. Nach Auskunft von Petra Rohland aus der Senatsverwaltung kostet der neue Mittelstreifen 409 000 Euro, die zu 90 Prozent aus Mitteln der Europäischen Union stammen.

Der Mittelstreifen gleicht bisher einer Brache, weil man sich nach wie vor nicht davon verabschiedet hat, dort Straßenbahngleise zu verlegen. Ursprünglich wollte man die Schienen, die derzeit kurz vor dem Potsdamer Platz in der Leipziger Straße enden, bis zur Philharmonie verlängern. Man habe diese Planungen noch nicht endgültig zu den Akten gelegt, sagte die Senatsverwaltungssprecherin.

Zwischendurch gab es dann vom Bezirksamt Mitte Überlegungen, auf dem Mittelstreifen eine Blumenwiese anzulegen. Die Pläne wurden aber gestoppt. Begründung: Die Blumen wären schnell zertrampelt worden.C. v. L.

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