Potsdamer Platz : Verkauf des Sony Centers offenbar gescheitert

Der japanische Konzern Sony hat die Immobilie am Potsdamer Platz wieder vom Markt genommen. Der Kaufpreis für die Gebäude in Berlins Mitte war offenbar zu hoch.

Sony Center
Luftaufnahme des Sony Centers -Foto: ddp

BerlinDen geforderten Preis von 800 Millionen Euro habe kein Käufer zahlen wollen, berichtet die "Berliner Morgenpost". Der Preis soll ursprünglich 850 Millionen betragen haben, sei aber bereits gesenkt worden. Eine Sony-Sprecherin habe auf Anfrage eine Stellungnahme abgelehnt.

Da die Deutsche Bahn als Hauptmieter mit rund 800 Mitarbeitern den "Bahn-Tower" am Sony Center verlassen will, sollen potentielle Käufer einer weitere Senkung des Preises verlangt haben. Die Bahn will voraussichtlich im Laufe des Jahres 2009 an den Berliner Hauptbahnhof ziehen.

Der kurze Boom bei den Berliner Immobilienpreisen scheint sich deutlich abgeschwächt zu haben. Grund könnte die weltweite Finanzkrise mit ihrem Ursprung am US-amerikanischen Immobilienmarkt sein. Erst im Dezember vergangenen Jahres hatte der Autokonzern Daimler seine 19 Immobilien am Potsdamer Platz an die schwedische Bank SEB veräußert. Der Kaufpreis soll bei 1,3 Milliarden Euro gelegen haben. Die Summe löste in der Branche Verwunderung aus, da Mitbewerber wesentlich weniger geboten hatten. (rope/ddp)

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