Berlin : Potzblitz: Meisterschaft in Feuerwerk

Am Freitag startet das Pyronale-Festival

Lisa Garn

Auf dem Maifeld am Olympiastadion wird es mächtig krachen. Am kommenden Freitag und Sonnabend ist es Schauplatz der Pyronale, des ersten Welt-Championats des Feuerwerks. Die weltbesten Künstler der Branche haben sich angesagt. „Das wird eine gigantische Feuerwerksshow. Wir freuen uns schon wie kleine Kinder“, sagt Gerhard Kämpfe, der künstlerischer Leiter.

An zwei Abenden werden sich insgesamt sechs Mannschaften aus China, England, Italien, Polen, Portugal und Russland messen. Der Wettbewerb besteht wie im Sport aus einem Pflichtteil und einer Kür. Zuerst feuern die Feuerwerker zwei Minuten lang in den Farben Gold und Blau. In den nächsten zwei bis drei Minuten jagen die Mannschaften ihr Schwarzpulver zum Musikstück „Maybe I – Maybe You“ von den „Scorpions“ in die Luft. Schließlich haben die Feuerwerkskünstler zehn Minuten Zeit, um sich zu selbst gewählter Musik auszutoben. Nur das Thema ist vorgegeben: Die Teams sollen unter dem Motto „My Country“ ihr Heimatland vorstellen.

„Das Feuerwerk ist sowohl am Boden als auch in 250 Metern Höhe. Der Zuschauer kann sich wie in einem Theater fühlen“, sagt Veranstalter Mario Hempel. Pro Show wird jedes Team bis zu vier Tonnen Feuerwerk verpulvern. Allein dessen Aufbau nimmt eine Fläche von 30 000 Quadratkilometern ein. Das ganze Spektakel können die Zuschauer mit einem Glas Wein in der Hand genießen und sich zwischendurch vom Feuerballett einer Artistikgruppe, Feuerschluckern oder der Damenband „Venusbrass“ unterhalten lassen. Wer der beste Feuerwerkskünstler der Welt ist, entscheidet eine Jury aus Fachleuten und Prominenten, zu der unter anderem Sportsenator Klaus Böger, die Designerin Jette Joop und Rudolf Schenker von den „Scorpions“ gehören. Außerdem kann das Publikum per Telefon an jedem Abend seinen Favoriten wählen.

Bis es so weit ist, gibt es viel zu tun: Die Abschussrampen müssen aufgestellt werden und auch die Zuschauertribünen stehen noch nicht komplett. Aber um eins muss sich Gerhard Kämpe keine Sorgen machen: Gegen schlechtes Wetter sind die Feuerwerker gefeit. Es gibt mittlerweile wasserdichte Raketen.

Pyronale, 1./2. September, Maifeld, 11 Euro (Stehplätze) und 31 Euro (Tribüne), Kartentelefon (01805) 600 121.

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