Präsidentenwahl : Kommissar gegen Kommissar

Schauspieler Leonard Lansink alias Georg Wilsberg ist einer von 24 Berlinern, die am 23. Mai den Bundespräsidenten wählen dürfen. Dort trifft er auf den ehemaligen ARD-Tatort-Kommissar Peter Sodann.

Sabine Beikler

BerlinPeter Sodann war viele Jahre ARD-Tatort-Kommissar, Leonard Lansink spielt seit 1997 den kauzigen ZDF-Privatdetektiv Georg Wilsberg. Beide Schauspieler treffen am 23. Mai bei der Wahl des Bundespräsidenten aufeinander. Nur kann Sodann, der Bundespräsidentenkandidat für die Linke, wohl kaum auf die Stimme seines Kollegen vertrauen: Lansink, seit 2005 SPD-Parteimitglied, wird von den Berliner Sozialdemokraten aufgestellt und ist einer von 24 Wahlfrauen und -männern aus Berlin, die das Abgeordnetenhaus am Donnerstag für die Bundesversammlung gewählt hat.

Die SPD entsendet neben Lansink den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit, Partei- und Fraktionschef Michael Müller, den DGB-Bundesvorsitzenden Michael Sommer, den Präsidenten des Berliner Fußball-Verbands Bernd Schultz, die Vizepräsidentin des Abgeordnetenhauses Karin Seidel-Kalmutzki, die Juso-Bundesvorsitzende Franziska Drohsel und die Schriftstellerin Inge Deutschkron. Auch Derya Ovali vom Türkischen Bund, die sich für die Einbürgerungskampagne „Passt mir“ einsetzt, soll für die SPD ihre Stimme abgeben.

Für die CDU treten an: Partei- und Fraktionschef Frank Henkel, die Verlegerin Friede Springer, der Steglitz-Zehlendorfer Bürgermeister Norbert Kopp, der Abgeordnete Frank Steffel, die Neuköllner Stadträtin Stefanie Vogelsang und der Mediziner Axel Ekkernkamp, der Ärztlicher Direktor des Unfallkrankenhauses Marzahn und Mitglied im CDU-Landesvorstand ist.

Vier Kandidaten werden von den Grünen entsandt: die Stasi-Unterlagen-Beauftragte Marianne Birthler, die frühere Ausländerbeauftragte von Brandenburg Almuth Berger, Fraktionschef Volker Ratzmann und der türkischstämmige Schriftsteller Feridun Zaimoglu.

Für die Linken sind die Senatoren Harald Wolf, Heidi Knake-Werner und Katrin Lompscher am Start. Die Berliner FDP lässt sich durch ihren Fraktionschef Martin Lindner und seinen Vize Christoph Meyer bei der Wahl vertreten.

Insgesamt 1224 Wahlleute werden in der Bundesversammlung im Mai über drei Kandidaten abstimmen: über Amtsinhaber Horst Köhler (CDU), Gesine Schwan, die für die SPD antritt, und Peter Sodann für die Linke. 

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