Praxisführer : Berlin ist wieder Pionier – erster Praxisvergleich

Der Berliner Praxisvergleich ist ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zu mehr Transparenz in der medizinischen Versorgung unserer Stadt. Erstmals haben Tagesspiegel und Gesundheitsstadt Berlin e.V. die Qualität in acht hochspezialisierten ambulanten Leistungen (wie etwa Darmspiegelungen, ambulante Augenoperationen und Schmerztherapie) untersucht.

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Ulf Fink, Vorsitzender Gesundheitsstadt Berlin e.V. - Foto: promo

Damit bleibt Berlin seiner Pionierrolle treu: Als erste Stadt in Deutschland verfügen wir mit dem Berliner Praxisvergleich über einen Qualitätsvergleich aus dem Bereich der ambulanten Medizin. Der Praxisvergleich ergänzt den Berliner Klinikvergleich und Pflegeheimvergleich, die Gesundheitsstadt Berlin e. V. in bewährter Zusammenarbeit mit dem Tagesspiegel erstellt hatte. Seit 2006 engagieren wir uns gemeinsam für mehr Transparenz in der medizinischen Versorgung. Die Qualität der Behandlung soll sichtbar und damit vergleichbar werden. Im Mittelpunkt stehen dabei Patientinnen und Patienten, die für die Wahl einer Klinik, eines Pflegeheimes und eben auch einer Arztpraxis eine verlässliche Entscheidungsgrundlage benötigen.

Die Publikation ist auch ein Einstieg in die Darstellung der Qualität über die Grenzen der als „Sektoren“ bezeichneten Bereiche des Gesundheitswesen. Gerade die Schnittstellen zwischen Klinik, niedergelassenem Arzt oder Pflegeheim sind oft kritische Punkte in einer Behandlungskette. Nur eine optimale Zusammenarbeit der Akteure ermöglicht hier beste Behandlungsergebnisse. Für den ambulanten Bereich gibt es – im Unterschied zu den Krankenhäusern – keine offiziellen Qualitätsdaten, auf die zur Erstellung des Praxisführers hätte zurückgegriffen werden können. Deshalb ist es eine besondere Leistung, dass mit Berufsverbänden, Fachgesellschaften und Qualitätssicherungskommissionen in Berlin für jede der betrachteten acht medizinischen Leistungen Qualitätsparamenter ausgewählt worden sind. Sehr verdienstvoll ist auch die Bereitschaft der niedergelassenen Ärzte, Einschätzungen zu empfehlenswerten Praxen zugeben. Hierfür möchte ich mich herzlich bedanken.

Die Verbesserung der Qualität der medizinischen Versorgung in Berlin bleibt eines der zentralen Anliegen von Gesundheitsstadt Berlin. Die Dokumentation der Stärken der Gesundheitsmetropole Berlin gehört zu unseren ersten Aufgaben. Das schließt nicht aus, auf Schwächen hinzuweisen. Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre.



Ulf Fink, Vorsitzender

Gesundheitsstadt Berlin e.V.

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