Berlin : Preis für Toleranz

Im Jüdischen Museum gab es gleich mehrere Gründe zum Feiern

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Der Rote Teppich in der Lindenstraße ist nach Art des Hauses im Zickzack verlegt, 60 Meter lang. Die Zeichen stehen also auf Glamour, aber was zieht man zu einer Gala im Jüdischen Museum an? „Gedeckt bei so einem Anlass“, sagt Iris Berben. Sie kommt ganz in Schwarz, lang und streng. Zu feiern gibt es die Verleihung des Preises für Toleranz und Verständigung an den Präsidenten der KruppStiftung Berthold Beitz und Siemens-Chef Heinrich von Pierer. Und das furiose Eröffnungsjahr mit bald einer Million Besuchern. Von Pierer strahlt angesichts „der hohen Ehre“. Sein Engagement für die Zwangsarbeiter verstehe sich in einer „Multikulti-Gesellschaft“ wie Siemens allerdings von selbst. Laudatorin Angela Merkel kennt sein Erfolgsrezept: „Für ihn sind Vergangenheit und Zukunft eine Einheit.“ Klaus Wowereit kommt allein – und nur auf einen Sekt. Ein SPD-Freund hat Geburtstag, „da muss man auch mal private Prioritäten setzen“. Wolfgang Thierse geht es gründlicher an. Statt zum Sekt-Empfang strebt er erst einmal in die Ausstellung. -ry

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