Berlin : Preiswerte Wohnungen fördern

Foto: promo
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Neubauten sind teuer. Etwa weil die Häuser gut gedämmt werden müssen und die Baustandards erhöht wurden. Durch den Bau neuer Wohnungen kann der Anstieg der Mieten kaum gebremst werden. Es mangelt auch an Bauland. Deshalb entstehen neue Mietwohnungen oft im Zuge der Sanierung existierender Häuser. Das Angebot wächst also nicht. Doch die Menschen leben immer länger, und deshalb müssen neue Wohnungen so gebaut werden, dass Alte oder Kranke darin leben können. Auch das verursacht zusätzliche Baukosten. Und es gibt immer mehr Single-Haushalte, die kleinere Wohnungen benötigen. Deshalb werden oft auch bestehende größere Wohnungen in gutem Zustand in kleinere Einheiten aufgeteilt und verschwinden aus dem Wohnungsangebot. Und noch ein Problem: Der Bau preisgünstiger Wohnungen rechnet sich für Investoren nicht. Sie bevorzugen deshalb Rendite versprechende Luxusobjekte. Um einen weiteren Anstieg der Mieten zu verhindern, sollte der Staat unbedingt den Bau kleinerer, billigerer, aber qualitativ gut ausgestatteter Wohnungen fördern. Maßnahmen, die den Bau von Eigenheimen für junge Familien unterstützen, würden ebenfalls den Druck auf den Markt mindern. ball

Konstantin Kholodilin

ist seit 2005 Mitarbeiter beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin mit den Schwerpunkten Immobilienwirtschaft und Regionalwirtschaft

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