Berlin : Premierenfahrt: "Sanssouci" jetzt auch auf dem Wasser

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Friede Springer sprang mit einem eleganten Satz von Bord. Sie hatte noch weitere Termine. Die anderen Gäste, darunter der Botschafter Chinas, genossen dagegen die Premierenfahrt des neuesten Schiffes der Stern und Kreisschiffahrt weiter; auch wenn der Clou des Neubaus - die verschiebbaren Wand- und Deckenteile - bei dem drohenden Regen noch nicht ideal eingesetzt werden konnten. Seit gestern hat die älteste Berliner Reederei ein neues Flaggschiff. Die SFB-Fernsehdirektorin Barbara Groth hatte das Cabrio-Schiff zuvor im Treptower Hafen auf den Namen "Sanssouci" getauft - ausgesucht nach den Vorschlägen von Tagesspiegel-Lesern.

4,2 Millionen Mark hat sich die Stern und Kreisschiffahrt, die zum Bremer Hegemann-Konzern gehört, ihr neues Luxusschiff kosten lassen, das zunächst vorwiegend im Charterverkehr auf dem Landwehrkanal und der Spree eingesetzt werden soll. Gebaut worden ist es nach den Plänen des Schiffskonstrukteurs Christian Masilge innerhalb von 20 Wochen auf der Peene-Werft in Wolgast, die ebenfalls zur Hegemann-Gruppe gehört. Vor wenigen Tagen kam es nach Berlin.

Die "Sanssouci" soll nach dem Willen von Firmenchef Detlef Hegemann der Beginn einer neuen Ära auf den Berliner Gewässern werden. Nach und nach sollten die älteren Pötte durch flotte Neubauten ersetzt werden, sagte er gestern. Über 800 000 Fahrgäste seien im vergangenen Jahr mit den jetzt 29 Schiffen der Stern und Kreisschiffahrt gefahren. Am beliebtesten sind derzeit die Routen durch die Innenstadt. Die "Sanssouci" ist speziell für die Fahrten auf dem Landwehrkanal mit den niedrigen Brücken konstruiert worden. Dabei handelt es sich um Maßarbeit. Schiffsführer Werner Rehhagen manöviert die "Sanssouci" auch bei wenig Platz souverän an den Engpässen vorbei.

Der Tradition verhaftet bleibt die Stern und Kreisschiffahrt bei ihrem Namen - mit nur zwei "f" und ohne Bindestrich. Daran ändert auch das moderne Konferenz-, Tagungs- und Ausflugsschiff "Sanssouci" nichts.

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