Prenzlauer Berg : Wowereit bei Guggenheim-Eröffnung ausgebuht

Am Tag der Eröffnung präsentiert sich das Guggenheim Lab als Spielwiese für Erwachsene. Nur etwa ein Dutzend Demonstranten versuchte die Veranstaltung zu stören - das musste auch Klaus Wowereit erfahren.

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Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit schaute am Eröffnungstag vorbei.
Der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit schaute am Eröffnungstag vorbei.Foto: dpa

 Der Besuch des Regierenden Bürgermeisters kündigt sich durch ein Pfeifkonzert an. Vor dem Eingangsbogen zum Pfefferberg-Areal haben sich etwa ein Dutzend Gegner des Guggenheim-Labs versammelt, um Klaus Wowereit mit Transparenten und Trillerpfeifen zu empfangen. Der Regierende sieht sich das Spektakel kurz an. Fotografen schießen ihre Fotos. Dann setzt sich der ganze Tross in Richtung Lab in Bewegung. Vorneweg Klaus Wowereit und seine Bodyguards, die Demonstranten und Schaulustigen auf den Fersen. Vor dem Hinterhof geht die Polizei dazwischen. Die Demonstranten müssen draußen bleiben. Noch ein paar Minuten Pfeifkonzert und Geschrei, dann ist Schluss.

„Etwa zwölf Personen haben die Ankunft des Bürgermeisters genutzt, um öffentlichkeitswirksam zu demonstrieren“, sagt Einsatzleiter Roman Seifert später. Also absolut nichts, das die Polizisten an diesem Nachmittag aus der Ruhe bringen könnte. Etwa 50 Beamten waren über den Tag verteilt im Einsatz – aber auch nur wegen des angekündigten prominenten Besuchs. Für die nächsten sechs Wochen, also den Rest der Veranstaltung sieht die Polizei keinen Anlass für weitere Einsätze am Guggenheim-Lab. „Die Lage war heute insgesamt sehr entspannt“, so Seifert.

Der Eröffnungstag in Bildern

Das Guggenheim-Lab in Prenzlauer Berg
Gegen das Lab: Einige Dutzend Menschen protestierten am Sonnabend auf dem Teutoburger Platz gegen das BMW-Guggenheim-Projekt.Weitere Bilder anzeigen
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15.06.2012 17:57Gegen das Lab: Einige Dutzend Menschen protestierten am Sonnabend auf dem Teutoburger Platz gegen das BMW-Guggenheim-Projekt.

Erst recht entspannt geht es im Guggenheim Lab selbst zu. Von Debatten über Gentrifizierung oder Stadtentwicklung keine Spur. Die ganze Veranstaltung erinnert vielmehr an einen extravaganten Kindergeburtstag mit unzähligen Basteltischen. Klaus Wowereit klappert sie ab. „Und was gibt es hier?“ fragt er. Manches Experiment bereitet ihm sichtlich Spaß. Der Sinn des Ganzen scheint ihm sich aber nicht zu erschließen. So zum Beispiel auch das Bananen-Klavier. Das Gespräch mit den Macherinnen fällt kurz aus – sie sprechen beide nur Englisch. Und so bleibt es bei einer kurzen Gebrauchsanleitung: Man nehme den Apfel in die eine Hand und tippe auf die Bananen. Mittels Elektroden wird Energie durch den Körper und das Obst geleitet. Ein Programm auf einem Laptop erzeugt schließlich den Ton. Dazu wird eine virtuelle Klaviertastatur angezeigt.

Und was soll das alles? „Wir wollen den Leuten zeigen, was für verrückte und kreative Dinge sie mit ganz einfachen Mitteln kreieren können“, sagt Jie Qi, eine der Schöpferinnen der kompliziert und zugleich verspielt aussehenden Apparaturen aus Elektroden, Leuchtdioden und Mini-Akkus.

Sehen Sie hier das Video das Guggenheim Lab in Aktion:

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