Berlin : Preußen-Jahr: Spandau erinnert an preußische Wurzeln

du-

Wenn Preußens Geburtstag gefeiert wird, dann will Spandau nicht abseits stehen. Neben Potsdam und Neuruppin sei keine andere Stadt so nachhaltig durch die Preußen geprägt worden, sagt Gerd Steinmöller vom bezirklichen Kulturforum. Deshalb soll das Jubiläum gleich mit einer ganzen Reihe von Veranstaltungen begangen werden, zu denen sich die unterschiedlichsten Organisationen - Wirtschaftsverbände, Kirchengemeinden, Schützengilde und Historische Stadtgarde - verbündet haben.

Zum Auftakt der Festivitäten am 31. März soll der Einführung der neuen Städteordnung in Spandau gedacht werden. Sie erlaubte erstmals den Bürgern, Magistrat und Stadtverordnete zu wählen und schuf eine unabhängige Gerichtsbarkeit. Ihrem Schöpfer, dem Freiherrn vom Stein, soll am Denkmal auf dem Reformationsplatz gedacht werden. Zuvor wird es einen Festzug vom Rathaus zur St. Nikolai-Kirche geben, wo ein Festgottesdienst stattfindet. Spandauer, die sich in historischer Kostümierung dem Spektakel anschließen wollen, können sich noch bei den Organisatoren melden.

Spandau in preußischer Zeit gibt es am 5. Mai auf der Zitadelle, wo Schauspieler historische Szenen nachstellen werden. Von dort aus geht es zum ehemaligen Prinz-Heinrich-Platz an der Nikolaikirche, wo ein Feldbiwak mit zünftigen Speisen wartet und die Stadtgarde eine originalgetreue Wachablösung zelebriert. Im Gotteshaus gibt es ein passendes Musikprogramm. An die Entstehung der Wilhelmstadt aus dem Rayon, dem freizuhaltenden Vorfeld der Festung, wird am 16. September ein Fest rund um die Melanchthonkirche erinnern, zu dem ein Gottesdienst, Konzerte und eine Ausstellung gehören.

Lesungen sollen die Veranstaltungsreihe ergänzen. Und wenn es gelingt, Sponsoren zu finden, plant Steinmöller noch ein Konzert mit preußischer Marschmusik und Wasser-Feuerwerk am Lindenufer.

0 Kommentare

Neuester Kommentar