Berlin : Prinzessin malt Blumen in weißem Gold Bröhan-Museum stellt Feodora Hohenlohe aus

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Tiefblaue Hyazinthen füllen üppig eine elegante weiße Porzellanvase in Kelchform, eine zartgelbe Schwertlilie ragt grazil und einsam aus einem ovalen Gefäß – sommerlich und prächtig zugleich ist das, was man vom 29. Juli bis zum 28. August im BröhanMuseum auf Gemälden bewundern kann. „Berlin: Weißes Gold – Farbige Pracht“ heißt die Kabinettausstellung von Feodora Hohenlohe. Für ihre Blumenbilder arrangierte die seit 1997 am Schiffbauerdamm lebende Malerin aus München, die mit vollem Namen Feodora Prinzessin zu Hohenlohe- Oehringen heißt, die Pflanzenpracht stilvoll in Vasen der Königlichen Porzellan Manufaktur (KPM).

Vom Berliner „weißen Gold“, um das es, wie berichtet, wirtschaftlich nicht rosig bestellt ist, besitzt das Bröhan-Museum eine umfangreiche Sammlung. Die ab Freitag ausgestellten Blumenporträts in KPM–Gefäßen stellen eine künstlerische Ergänzung dieser Bestände dar. Ein Teil der KPM-Sammlung des Museums ist deshalb eigens zur Ausstellung neu aufgestellt worden. Auf einem der Bilder der malenden Prinzessin stehen rote Gladiolen dicht gedrängt in einer schmalen Vase, auf der eine menschliche Figur wie eine Erscheinung auftaucht. „Schützt Gladiolen“ nannte Feodora Hohenlohe das 1,10 Meter hohe Gemälde als Hommage an Siegmund Schütz. Der 1992 im 92. Lebensjahr verstorbene Bildhauer prägte als Formgestalter von 1932 bis 1970 maßgeblich das künstlerische Erscheinungsbild der KPM. hema

Bröhan-Museum, Schloßstraße 1 a, Charlottenburg. 29. Juli bis 28. August: „Weißes Gold – Farbige Pracht“, dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr.

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