PRO & Contra : PRO & Contra

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Ausgerechnet der CDU-Generalsekretär hat eine entlarvende Wortmeldung zu der Alkoholtour von Renate Künasts schlaftrunkenem Wahlkampfchef abgeliefert: Es könne jedem mal passieren, dass er ein Glas zu viel trinke und dann Auto fahre, sagte Bernd Krömer. Aber bei einer Kontrolle auf Polizisten loszugehen, das gehe nicht. An dieser Stelle also herzlichen Dank an Herrn Krömer für die Bestätigung, dass wir hier ein Problem haben. Vielleicht ist der Grüne ja auf die Polizisten losgegangen, weil und nicht obwohl er besoffen war? Wäre es sogar denkbar, dass er sich nüchtern unter Kontrolle gehabt hätte? Könnte sein? Und lernen wir daraus vielleicht, dass es einem wegen des Kontrollverlustes eben nicht passieren sollte, sich nach einem Glas zu viel ans Steuer zu setzen? Diese „Kann-doch-jedem-mal-passieren“-Attitüde kostet jedes Jahr viele Unschuldige das Leben. Ihre Selbstverständlichkeit steht in bizarrem Gegensatz zur verbreiteten Angst vor Gefahren wie BSE-Fleisch und märkischen Wolfsrudeln. Null Toleranz gegenüber Alkohol am Steuer wäre also angebracht, um diese Schieflage zu beseitigen. Statt der wahnwitzigen Rechnerei, welche Getränke wie viel Promille ergeben, muss jeder begreifen: Wer Alkohol getrunken hat, fährt nicht mehr Auto. Punkt. In der DDR war dieses Gesetz übrigens akzeptiert. Null Komma null versteht jeder. Jede andere Regelung verführt zu Selbstbetrug. Der ist lebensgefährlich – nicht nur für den Betrüger. Stefan Jacobs

Alkohol und Autofahren passen nicht gut zusammen: Das ist unbestritten und gilt auch für das Fahren im Zusammenhang mit Cannabis, Marihuana, Medikamenten, Müdigkeit, Depressionen oder Stress, um ein paar Faktoren zu nennen, die Menschen zu unaufmerksamen Autofahrern machen können. Besonders gefährlich ist der Stress, unter dem grüne Wahlkampfmanager stehen, der ist offenbar nur mit Exzesstrinken auszuhalten, wie sich dieser Tage gezeigt hat. Und selbstverständlich wäre das Leben weniger gefährlich, wenn die Menschen alles vermeiden würden, was sie nicht guten Gewissens verantworten können. Diesen Zustand wollen die Grünen herbeiführen, indem sie sich für null Promille im Straßenverkehr einsetzen. So kennt man das von den Vorkämpfern der guten Welt: Sie werben für ihre Vorstellungen – und sie drohen mit Verboten für den Fall, dass man ihren Argumenten nicht folgt. Hinter der scheinbar liberalen Art der Grünen steckt jede Menge Regulierungswut. Wer 0,0 Promille fordert, sollte sagen, mit wie vielen Polizisten er die Regelung durchsetzen will. Er sollte ergänzen, ob er oder sie – jüngst hat Renate Künast die Null-Promille-Grenze wieder ins Gespräch gebracht – das Limit für Radfahrer verbindlich machen will – und warum nicht auch für Fußgänger? Jeder stolpernde Trunkenbold kann zum Auslöser eines Unfalls mit einem Tanklastzug werden. Es ist wie immer mit politischer Zwangsbeglückung: Erst kommt der Zwang. Werner van Bebber

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