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PRO & Contra : Sollte Obama am Brandenburger Tor reden?

Werner van Bebber

Es gibt politische Symbole, und es gibt Ex-Symbole. Das Brandenburger Tor ist ein Ex-Symbol. Seit dem Fall der Mauer, seit der Wiedervereinigung der Stadthälften ist es politsymbolisch tot. Es wird bloß deshalb noch für Fernsehinszenierungen genutzt, weil den meisten Politberatern kein besserer Ort in Deutschland einfällt. Was wohl 80 bis 99 Prozent der Fernsehzuschauer bewusst ist. Nun will Barack Obama dorthin – und das soll er auch. Abgesehen von der ans Groteske grenzenden Aufregung, die er provoziert, muss man allerdings sagen: Wie uncool, Mr. Obama. Viel Fantasie spricht nicht aus der Idee. Originell wäre eine Show in Heidelbörg. Sei es drum. Barack Obama will nach vielen Groß- und Kleinpolitikern am Brandenburger Tor inszeniert werden. Es ist das Prinzip des „Ich auch“, das ihn bewegt – wie unlängst ein paar nicht ganz siegreiche Fußballer und davor den Dalai Lama und darüber hinaus jeden Tag, an dem Werbeanzeigen gedruckt werden, das Bier der Marke Berliner Kindl.

Obamas Aufritt wird das Symbol-Tor in erheblichem Maß abnutzen – und irgendwann wird dort keiner mehr hinwollen. Das Brandenburger Tor wird dann zum Ort für Touristen und ein paar Berliner, die den Platz mögen und das nostalgische Gefühl des Dadurchgehenkönnens – damit hat es sich. Dann endlich wird die politische Symbolsprache wieder aussagekräftig. Werner van Bebber

Wer will noch mal, wer hat noch nicht? Ein tibetischer Gottkönig durfte am Brandenburger Tor reden, die deutsche Fußballnationalmannschaft sich feiern lassen. Manche Rockstars sind dort für die Verbesserung der Welt aufgetreten, manche andere für die Verbesserung ihres Kontostandes. Alle Nase lang lässt sich da ein mehr oder minder Prominenter fotografieren. Warum also sollte nicht auch ein Senator aus Illinois, der gern Präsident der USA wäre, vor dem Brandenburger Tor seine Wahlkampf-Botschaften verbreiten dürfen? Eben darum: Es findet dort schon jetzt viel zu viel Firlefanz statt, bei dem die Bekanntheit und Strahlkraft des Ortes für rein private Interessen missbraucht werden. Das Brandenburger Tor ist nicht einfach ein beliebiges Feel-good-Symbol für Berlin, wie vielleicht der Eiffelturm für Paris, sondern steht wie kein anderes Wahrzeichen für die Geschichte dieser Stadt und dieses Landes – und natürlich für die deutsche Einheit. Es sollte also, streng genommen, für Angelegenheiten von nationalem Interesse reserviert bleiben. Wobei wir natürlich zugleich zugeben müssen, dass sich diese strikte Beschränkung in der Praxis nicht wird durchhalten lassen. Aber dann sollen die Interessenten, die mit dem Brandenburger Tor ihr politisches oder kommerzielles Geschäft befördern wollen, dafür wenigstens eine empfindliche Gebühr zahlen. Dann hat auch der deutsche Bürger etwas davon. Holger Wild

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