PROBEJAHR : Senatorin stellt Nachprüfungen in Frage

NEUER ANSTOSS

Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) stellt die Nachprüfungen für das Probejahr an den Gymnasien zur Debatte. „Ich lasse prüfen, ob wir sie nicht abschaffen sollten“, kündigte sie gegenüber dem Tagesspiegel an. Als Grund nennt sie, dass die Schüler durch die Verlängerung der Probezeit von einem halben auf ein ganzes Jahr genug Zeit hätten, um sich zu beweisen. Das sei ihr auch auf ihren Schultouren und von Schulleitern so erläutert worden. Zudem hätten die Bezirke Planungsschwierigkeiten, weil die Nachprüfungen erst nach den Ferien stattfinden, wenn die Plätze an den Sekundarschulen und Gymnasien eigentlich schon verteilt sein müssen. Scheeres rechnet aber nicht damit, dass diese Frage schnell zu klären ist. Somit fänden für die jetzigen Siebtklässler wohl noch Nachprüfungen statt.

Vergangenes Schuljahr hatten fast 1000 Schüler das Probejahr nicht geschafft. Rund 270 von ihnen erfüllten die Bedingungen, um an einer Nachprüfung teilzunehmen. Über 50 Siebtklässler schafften es auf diese Weise, am Gymnasium zu bleiben.

NEUE REGELN

Mit Spannung erwarten die Familien die geplanten Veränderungen beim Übergang zur Oberschule. Wie berichtet, wird etwa eine Geschwisterregelung geprüft. Zudem soll erreicht werden, dass weniger Schulen Schüler nach dem Notenschnitt aussuchen. Dieses Jahr bleibt aber noch alles beim Alten. Die Zahl der Oberschulen, die neben dem Notenschnitt Kriterien wie Aufnahmetests oder dergleichen einsetzen, ist nach Auskunft der Bildungsverwaltung geringfügig auf rund 20 gestiegen. sve

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